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31.07.2012

Die wichtigsten Infos

Nur 45 wollten neues Parkpickerl

Die Bevölkerung soll über die Parkpickerl-Vorteile informiert werden.

Die Bevölkerung soll über die Parkpickerl-Vorteile informiert werden. (© APA)

Ab 1. Oktober gilt die Parkpickerl-Ausweitung. Ab heute können Betroffene in den Bezirken Meidling, Penzing, Rudolfsheim- Fünfhaus, Ottakring und Hernals ihren Aufkleber beantragen. Damit Sie es dabei leichter haben, hat Heute die wichtigsten Infos zum neuen Parkpickerl hier übersichtlich zusammengefasst.

Am Mittwoch fiel der offizielle Startschuss fürs neue Parkpickerl. Die Bezirksämter der betroffenen fünf Bezirke öffneten erstmals ihre Tore für Antragsteller. Die blieben aber großteils aus, wie der "Heute"-Lokalaugenschein zeigt: So herrschte auf dem Bezirksamt Hernals zu Mittag gähnende Leere.

Nur zehn Anträge wurden seit der Früh gezählt. Ein ähnliches Bild in Ottakring, Rudolfsheim-Fünfhaus, Meidling und Penzing: Statt Warteschlangen von Antragstellern fanden sich dort am Mittwoch nur wartende Beamte. Insgesamt gingen am ersten Tag nur 45 Anträge bei den Ämtern ein, online waren’s magere 145.

Und das, obwohl Zigtausende Wiener ab 1. Oktober ein Parkpickerl brauchen: "Wir rechnen mit mehre- ren Zehntausend Anträgen", bestätigt Parkpickerlkoordinator Leopold Bubak. Er rät zur Eile, denn: "Wir brauchen ja auch Zeit, um jeden einzelnen Antrag zu prüfen", so Bubak. Während die rot-grüne Stadtregierung die Ausweitung der Parkpickerlzonen mit 1. Oktober als fix ansieht, drängt die VP weiter auf eine Volksbefragung.

Bedenken, dass diese nicht verfassungskonform wäre, versuchte die Oppositionspartei am Mittwoch erneut zu widerlegen – mit einer schriftlichen Zusammenfassung mehrerer Rechtsgutachten.


Ist der 1. Oktober jetzt fix?
Auf Heute-Anfrage bestätigt das Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou: Die neuen Parkpickerlzonen treten mit 1. Oktober in Kraft.

Parkpickerl in Wien - Die neuen Zonen

Hier sehen Sie, wo Sie das neue Parkpickerl brauchen (© picturedesk.com)

Wer braucht ein Parkpickerl?
Jeder, der in einer der neuen Kurzparkzonen wohnt und sein Auto auch weiterhin dort parken möchte.

Wo bekomme ich das Pickerl?
Der Antrag kann ab heute im jeweiligen Bezirksamt, aber auch online über www.wien. gv.at gestellt werden. Via Internet ist es billiger: Statt 50 zahlt man online "nur" 45 € Gebühr.

Was kostet das neue Pickerl?
Für die neuen Zonen liegt der Tarif für ein Jahr bei 90 €, plus die Gebühr für den Antrag von 45 bzw. 50 €. In den "alten" Zonen kostet das Pickerl weiterhin 120 € (plus Gebühr).

Wieso ist das Pickerl in den neuen Zonen billiger?
Die Preise sind an die Dauer der Kurzparkzonen gekoppelt. In den neuen Zonen gelten diese von 9 bis 19 Uhr. In den alten Zonen innerhalb des Gürtels (Bezirke 1 bis 9 und 20) bis 22 Uhr: längere Zeit = teurer.

Wo gilt mein Pickerl?
Das Pickerl gilt in der vom jeweiligen Bezirk festgelegten Zone. Für zeitlich separat beschränkte Kurzparkzonen – wie auf Einkaufsstraßen – muss man als Pickerlbesitzer nicht extra zahlen, aber eine Parkuhr hinter die Windschutzscheibe legen.

Kann ich auch für mein Dienstauto ein Pickerl beantragen?
Wird der Wagen rein beruflich genutzt, muss Ihre Firma den Antrag stellen. Nutzen Sie Ihr Dienstauto auch privat, müssen Sie eine diesbezügliche Bestätigung Ihres Arbeitgebers beim Antrag aufs Amt mitbringen.

Was soll das Pickerl bringen?
Neben – so schätzen Experten – rund 50 Millionen Euro für die Stadtkasse soll das Pickerl Wienern Parkplätze bei ihrer Wohnung sichern. Denn Pendler meiden Kurzparkzonen.

Was ist mit der Volksbefragung?
Die Stadt plant eine im Frühjahr. Die Abschaffung der neuen Zonen wird dabei aber kein Thema sein.

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