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03.08.2012

Aber Ausreiseverbot aufrecht

Seychellen: Wiener nicht mehr unter Mordverdacht

Mordverdacht auf Seychellen

Der Mordverdacht gegen den Wiener wurde fallengelassen (© Privat)

Der 36-jährige Wiener, der  auf den Seychellen wegen Mordverdachts seit 3. Juli inhaftiert  war ("Heute" berichtete), wurde am Freitag freigelassen. Gegen ihn wird allerdings nach wie vor wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt, weswegen er die Insel weiterhin nicht verlassen darf. Der Österreicher war nach einem gemeinsamen Segeltrip mit einem Briten alleine zurückgekehrt.

Der Mordverdacht gegen den 36-Jährigen wurde am Freitag fallengelassen. Gänzlich in Freiheit ist der Österreicher dennoch nicht, denn der Mann darf den Inselstaat vorerst nicht verlassen. Ihm droht ein Verfahren wegen allfällig unterlassener Hilfeleistung, wie das Außenministerium in Wien berichtete. Der Segler war mit einem Freund auf einer Segeljacht im Indischen Ozean unterwegs, ging jedoch bei einem Zwischenstopp auf den Seychellen allein von Bord. Er saß seit 3. Juli in Haft.

Die Hintergründe der Geschehnisse sind nach wie vor unklar. Der Österreicher und sein Segelkamerad, ein Brite, sollen einander auf Sri Lanka kennengelernt haben. Der Wiener gilt zwar als erfahrener Taucher und guter Schwimmer, sei aber kein guter Segler, hieß es in Medienberichten. Er habe sich vom 48-jährigen Sean Terry - der sich auf einer Weltreise befand - in die Segelkunde einweisen lassen. Der Brite, der in Südafrika aufwuchs und Doppelstaatsbürger war, hatte zuletzt am 18. Juni mit seiner Familien Kontakt.
Mordverdacht auf Seychellen

Wurde der Brite Sean Terry ermordet? (© Privat)


Rettungsring blieb unbenützt
Als eine Woche später sein österreichischer Segelfreund allein im Hafen auf den Seychellen einlief, kam der Fall ins Rollen. Der Polizei gegenüber soll der Wiener ausgesagt haben, dass der Vermisste in einem Tobsuchtsanfall von Bord gesprungen sei. Was die Ermittler allerdings stutzig machte: Der Segelfreund hat scheinbar keine Versuche unternommen, den Mann zu retten. Auf der Jacht blieb der Rettungsring unbenützt, außerdem wurde der Mann-über-Bord-Alarm nicht ausgelöst.

Auch die Familie des Briten äußerte laut einer Sprecherin starke Zweifel an der Version des Österreichers. Sie stellen sich nun die Frage, warum der erfahrene Taucher nicht mehr unternommen habe, um den Briten zu retten. Selbstmordabsichten des Vermissten schloss die Familie aus. Er hatte eine australische Freundin und wollte zu Weihnachten wieder bei seiner Familie sein.

Österreicher muss Ende des Verfahrens abwarten
Die Jacht wird derzeit kriminaltechnisch untersucht. Vermisst werden außerdem die beiden Laptops Terrys. Die Haftprüfung des Österreichers ist am Donnerstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Laut Außenamts-Sprecher Nikolaus Lutterotti muss der 36-Jährige bis zum Ende des Verfahrens auf den Seychellen bleiben. Dieses soll in den kommenden zwei bis drei Wochen über die Bühne gehen.


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