Schweiz ist superstreng Wien

Wiener blecht 583 Euro für überfahrene Sperrlinie

Wiener blecht 583 Euro für überfahrene Sperrlinie

Ein Wiener musste in der Schweiz tief in die Tasche greifen. (© Fotolia)

Strafmandat Strafzettel
Ein Wiener musste in der Schweiz tief in die Tasche greifen.
Die Schweiz ist bekannt für ihre hohen Verkehrsstrafen. Ein Österreicher hat für vier km/h zu schnell fahren im Endeffekt - nach Berufung und zusätzlicher Verfahrenskosten - 830 Euro hinblättern müssen. Ein Wiener überfuhr beim Spurwechseln im Stau eine Sperrlinie - die Schweizer Polizei verlangte dafür 700 Schweizer Franken (583 Euro).

Die beiden ÖAMTC-Mitglieder haben sich an den Club gewandt. Dort häufen sich in der Rechtsberatung in der Urlaubszeit Anfragen und Beschwerden. Die Schweizer Polizei kennt bei Verkehrsverstößen keine Gnade.

Der Wiener, der im Stau die Sperrlinie überfuhr, wurde zehn Minuten später von der Polizei auf der Autobahn angehalten. Weil er das Geld nicht bar dabei hatte, musste er mit Kreditkarte "Kaution" hinterlegen. Die Entscheidung der Schweizer Behörden wegen seinem Einspruch steht noch aus. ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner: "Es ist aber zu befürchten, dass es für das Mitglied nicht billiger wird."

Aus 30 wurden 830 Euro
Ähnliches passierte einem anderen österreichischen Autofahrer in der Schweiz. Er sollte 30 Euro Strafen zahlen, nachdem er um vier km/h zu schnell fuhr. Dagegen legte der Mann Berufung ein, das Gericht bestätigte aber die Strafe. Mit den dadurch entstandenen Verfahrenskosten steigerte sich die Summe auf 830 Euro.

Machen Rechtsmittel gegen Strafen aus dem Ausland dann überhaupt Sinn? Die Empfehlung der ÖAMTC-Juristin ist, bei kleineren Strafen eher zu bezahlen. Generell hänge das aber stark vom Einzelfall ab, meinte Pronebner. Die Juristin empfiehlt auch, Strafzettel aus dem Ausland keinesfalls zu ignorieren. Mit Liechtenstein und der Schweiz hat Österreich am 4. Juni 2012 einen Polizeikooperationsvertrag abgeschlossen.

"Dieser ermöglicht die grenzüberschreitende Verfolgung von Verkehrssündern. Nicht bezahlte Strafen aus der Schweiz und aus Liechtenstein können so auch von den heimischen Behörden in Österreich zwangsweise eingetrieben werden", so Pronebner.


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2 Kommentare
anil60 Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 09.08.2012 19:17

Die österreichische Polizei soll von den Schweizer Autofahrern genau so viel abkassieren, damit es den Schweizer Autofahrern genau so geht wie den österreichischen Fahrern in Schweiz.
Dann sollte in der Zukunft so eine Schlagzeile in Schweizer Zeitung wie "Schweizer blecht 583 Euro für überfahrene Sperrlinie in Österreich" zu lesen geben.

Vorteil: Das Geld kommt in die Staatskasse (nur ein Beispiel) Das sollte sich der Staat von solchen Länder wie Schweiz gut überlegen!!

unbekannt Veteran (178)

Antworten Link Melden 1 am 08.08.2012 13:54

Auch in Österreich sollten die Strafen so hoch sein. Auf unseren Straßen gibt es eh so viele Wahnsinnige. Am besten auch die Höhe der Strafe abhängig vom Einkommen staffeln. Weil die Bonzen mit den fetten Karren glauben ja meistens, dass ihnen die Straße alleine gehört. Und diese Schweine sollen ordentlich bluten, die geringen Strafen in Österreich zahlen die ja aus der Portokassa!

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