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15.08.2012
Kritik von FPÖ
Wien gibt grünes Licht für dritte Flughafen-Piste
Der Flughafen Wien soll eine dritte Piste bekommen (© HELMUT FOHRINGER (APA))
Die Stadt Wien hat nichts gegen den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien einzuwenden: Es wird keinen grundsätzlichen Einspruch gegen den Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung geben. Das teilte der Vorsitzende des Umweltausschusses, SP-Gemeinderat Erich Valentin, am Dienstag. Zuletzt hat bereits das Land Niederösterreich die nötige Genehmigung erteilt.
Erich Valentin: "Schöner Erfolg"
"Die Stadt Wien hat den Bescheid bereits eingehend geprüft", betonte Valentin. Es sei sehr erfreulich, dass das Vorhaben einer 250-prozentigen Mehrbelastung von Wien-Liesing, so wie es ursprünglich eingereicht wurde, vom Tisch sei, erklärte der SP-Politiker. Valentin sprach von einem "schönen Erfolg", auch im Sinne der besorgten Anrainer.
Die Wiener Position, wonach der Bau der dritte Piste als sinnvoll erachtet werde, bleibe unverändert - auch wenn es Verbesserungen für dicht besiedelte Gebiete geben müsse. Hier verwies Valentin auf bereits früher geäußerte Forderungen, wie etwa mehr Transparenz bei der Flugspurenabbildung im Internet sowie die ehest mögliche Einführung des gekurvten Anflugs. Zudem müssten vor dem Baubeginn für die dritte Piste die Belegungen bzw. die Flugrouten verhandelt werden, verlangte er.
FPÖ warnt vor Fluglärm
Kritik kommt von FPÖ-Fluglärmsprecher Toni Mahdalik: "Die rotgrünen Flugverkehrs-Capos sagen damit JA zu 460.000 Flugbewegungen im Jahr, massiv steigendem Fluglärm, weiteren Entwertung von Grundstücken und Wohnobjekten, deutlich weniger Lebensqualität und einem drastischen Anstieg lebensbedrohender Herz-Kreislauf-Erkrankungen." Dafür streife die rotgrün regierte Stadt künftig etwa 20 statt bisher rund 10 Mio. Euro pro Jahr aus der 20%-Beteiligung am Flughafen ein.
Mit dem Verzicht auf einen grundsätzlichen Einspruch gegen den Gesamtbescheid der UVP zur 3. Piste begehen SPÖ und Grüne wie befürchtet schändlichen Verrat an den Interessen von über 300.000 Fluglärmgeschädigten in Wien, so Toni Mahdalik.
Bürgerinitiativen könnten gegen den Bescheid Einspruch erheben. Bei der Initiative "Stop Fluglärm Wien Süd-West" sei man noch "etwas gespalten", wie Herbert Hofmann von der Bürgerinitiative gegenüber orf.at sagte. Nicht alle Punkte finden Gefallen, aber die Gesprächsbasis mit Flughafen und Austria Control solle erhalten bleiben.
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