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17.08.2012
Verletzte haben Spital verlassen
Softwarefehler führte zu City-Liner-Crash
Rund 100 Personen waren an Bord, als der Unfall geschah (© Leser-Reporter Gaetan Radigois)
Das Schiff, das bei dem Ausritt völlig unbeschädigt geblieben ist und aus eigener Kraft zur Schiffstation am Schwedenplatz zurückkehren konnte, wurde noch in den Nachtstunden von der Schiffsbautechnischen Versuchsanstalt durchgecheckt. Die erste Vermutung für die Unfallursache hat sich bestätigt. Grund für den Vorfall war ein Softwarefehler, der zum Abschalten der beiden Turbinen geführt hat.
Im Normalfall würde auf einer geraden Strecke das Schiff problemlos auf den Wellen dahingleiten und langsam stoppen. Nachdem sich das Schiff allerdings in der Kurve des Donaukanals befunden hat, ist es am Ufer ruckartig gestrandet - mit ähnlichen Auswirkungen, wie sie bei einer Notbremsung in einem Bus oder der Straßenbahn auftreten.
Software neu eingespielt
Der Twin City Liner ist seit dem Jahr 2006 auf der Donau unterwegs. Ein solcher Softwarefehler ist zum ersten Mal in diesen sieben Jahren aufgetreten. Die Computer-Software wurde nun komplett neu eingespielt und das Schiff in der Nacht nochmals auf Herz und Nieren geprüft. Ab sofort ist es wieder im Einsatz und pendelt bereits wieder zwischen Wien und Bratislava.
Als zusätzlich Maßnahme zur erhöhten Aufmerksamkeit und Sicherheit werden die Passagiere angewiesen, ab sofort im Abschnitt Donaukanal auf ihren Sitzplätzen zu bleiben. Das Bordpersonal ist angewiesen, dafür zu sorgen, dass diese Anweisung von den Passagieren auch befolgt wird. Die Anweisung dient als Prävention, um in Fällen wie diesen, die Auswirkungen auf die Passagiere noch geringer zu halten. Auch das verordnete Tempo 30 bleibt in diesem kurvigen Abschnitt aufrecht.
Passagiere aus Krankenhaus entlassen
Gute Nachrichten gibt es auch von den beiden leichtverletzten Personen. Sie mussten im Spital lediglich ambulant behandelt werden und konnten danach das Krankenhaus verlassen.
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