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19.08.2012

Verdächtige haben gestanden

Zwei russische Ex-Cops killten Rebasso

Der Wiener Rechtsanwalt Erich Rebasso dürfte von zwei ehemaligen russischen Polizisten getötet worden sein. Pavel V. und Alexander M., die wegen Betruges und Drogenhandel vor Gericht gestanden sind, haben laut der russischen Zeitung Kommersant daily bei ihrer Einvernahme zugegeben, den Juristen entführt zu haben.

Der Mord an Rebasso war laut ihren Angaben nicht geplant, viel mehr hätten sie ihn versehentlich zu fest auf den Kopf geschlagen. Trotz des Todes ihres Opfers versuchte das Duo noch, 435.000 Euro von der Familie des Anwaltes zu erpressen.

Die beiden Verdächtigen gaben an, dass sie im Auftrag eines Hintermannes gehandelt haben. Einen Auftraggeber nannten sie allerdings nicht. Dem Duo droht im Falle einer Verurteilung alleine wegen Entführung eine Haftstrafe von 15 Jahren in Russland.

Ermittlungen in Österreich abgeschlossen
In Österreich sind die Ermittlungen weitgehend abgeschlossen. Doch es bleiben einige offene Fragen, die nur die beiden in Russland verhafteten Verdächtigen beantworten könnten. Die Einvernahmen scheinen sich aber schwierig zu gestalten: Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger dürfte den in Moskau weilenden heimischen Beamten kein direkter Zugang zu den beiden Verdächtigen möglich sein.

Hahslinger sagte, dass die Spurensuche in Wien und Umgebung so gut wie beendet ist. Der Tathergang ist für die Ermittler damit einigermaßen klar. Die beiden Verdächtigen dürften Rebasso beobachtet und am 27. Juli in der Garage abgefangen haben. In der Garage selbst kam es noch zu einer Auseinandersetzung. Das Blut des Anwalts fand sich in seinem Geländewagen, im Kofferraum des Mietautos seiner Kontrahenten - ein Opel Zafira - und in der Garage neben den Fahrzeugen.

Offen bleibt, ob Rebasso schon tot war, als er von den Verdächtigen abtransportiert wurde. Jedenfalls dürften sie ihn in den Kofferraum des Mietwagens gelegt und dann mit beiden Autos die Garage verlassen haben.


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