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21.08.2012

Patientenanwältin will Änderungen

Ärztefehler: Immer mehr Beschwerden

Patientenanwältin

Patientenanwältin Pilz will mit Gebietskrankenkasse reden (© Graf)

Die Zahl der Beschwerden über Ärztefehler explodiert. Insgesamt wandten sich im Vorjahr 12.174 Personen an die Patientenanwaltschaft – ein Viertel mehr als 2010.  Patientenanwältin Sigrid Pilz führt das darauf zurück, dass in den Spitälern am falschen Platz gespart werde und kündigt Gespräche mit der Gebietskrankenkasse an.

Mehr als die Hälfte der Meldungen an die Patientenanwaltschaft betrafen sogenannte "Kunstfehler" von Ärzten.
Pilz berichtet etwa von einer Magenbypass-Operation bei einem knapp 30 Jahre alten Mann. Bei dem Routineeingriff löste sich eine Nadel im Bauch des Mannes. Zur Entfernung war dann eine zweite Operation notwendig. Ergebnis: Der Patient erhielt rund 2000 Euro aus dem Entschädigungsfonds der Patientenanwaltschaft.

Der Fonds wird bisher ausschließlich aus Beiträgen von Patienten gespeist (73 Cent pro Tag im Krankenhaus). Genau das will Pilz nun ändern. Konkret fordert sie, dass auch Ärzte einen Beitrag leisten sollen. "Es wäre fair, wenn nicht die Patienten ihre eigenen Schäden selbst begleichen müssen", so die Patientenanwältin.

Übrigens: Entschädigungen kann der Fonds nur für Patienten öffentlicher oder privat-gemeinnütziger Krankenhäuser erkämpfen. Bei Behandlungen in reinen Privatspitälern geht das nicht.

Robert Zwickelsdorfer

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