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12.09.2012
Städtevergleich
Tee, Eier & Co: Wien weiter teurer als Berlin
ld) (© Fotolia.com)
Berliner zahlen für den Warenkorb mit den 40 preiswertesten Produkten um über sieben Prozent weniger als im Februar 2012. Für die Wiener kletterten die Preise - wenn auch moderat - weiter in die Höhe.
Für sie wurde derselbe Warenkorb um 0,2 Prozent teurer. Im August 2012 kostete der Warenkorb in Wien brutto 83,17 Euro (netto 75,21 Euro), in Berlin 70,65 Euro (netto 65,90 Euro). Das zeigt das aktuelle AK Preismonitoring bei acht Supermärkten und Diskontern. "Höchst an der Zeit diese Preisaufschläge aufzuklären", sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic und verlangt, dass die Wettbewerbsbehörde die Branchen besser durchleuchtet, die Preise und die Preisentwicklung konsequenter beobachtet und prüft, ob ein solcher "Österreichaufschlag" gerechtfertigt ist, oder sich die Unternehmen hier ein ungerechtfertigtes Körberlgeld verdienen.
Darüber hinaus fordert die AK eine Beweislastumkehr für Marktmissbrauch in hoch konzentrierten Branchen, wie das im Handel der Fall ist. Die Unternehmen müssen beweisen, dass die Preise angemessen sind. Folgende Produkte waren im August 2012 in Wien deutlich teurer als in Berlin:
- Schwarztee + 103,3 Prozent (netto: 97,8 Prozent)
- Hühnerkeulen + 178,4 Prozent (netto: 170,8 Prozent)
- Brathuhn + 87,9 Prozent (netto: 82,8 Prozent)
- Schweinekotelett in Scheiben mit Knochen + 51,1 Prozent (netto: 47 Prozent)
- Vollmilch + 97,8 Prozent (netto: 92,4 Prozent)
- Eier + 56,7 Prozent (netto: 52,4 Prozent)
- Mineralwasser + 36,9 Prozent (netto: 35,7 Prozent)
- Feinkristallzucker + 40 Prozent (netto: 36,2 Prozent)
- Mehl + 22,2 Prozent (netto: 18,9 Prozent)
Die hohen Preisunterschiede bei Mehl, Zucker oder Milch sind auffällig und mit Qualitätsunterschieden allein nicht erklärbar. Die Erhebung wurde zwischen 6. und 10. August 2012 in jeweils 8 Supermärkten bzw. Diskontern in Wien und Berlin durchgeführt. Alle Preise wurden inkl. Mehrwertsteuer (Österreich: 10 bzw. 20 Prozent, Deutschland: 7 bzw. 19 Prozent) erhoben. Die Nettopreise wurden ebenfalls berechnet.
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