Grüne Wiener Kunst-Aktion Wien

Peinliches Rätsel um 'Bettelbeauftragten' gelöst

Peinliches Rätsel um 'Bettelbeauftragten' gelöst

Der vermeintliche Bettelbeauftragte bei der Arbeit. Die SPÖ wusste davon nichts, die Grünen, der Koalitionspartner in der Stadt aber sehr wohl. (© Facebook)

Bettelbeauftragter
Der vermeintliche Bettelbeauftragte bei der Arbeit. Die SPÖ wusste davon nichts, die Grünen, der Koalitionspartner in der Stadt aber sehr wohl.
Das Geheimnis ist gelüftet. Der städtische "Bettelbeauftragter", der auch mittels Inseraten für Irritationen bei der Stadtverwaltung und Bürgermeister Michael Häupl sorgte, ist augerechnet eine Kunstaktion der Grünen "Wienwoche", also des SP-Stadt-Koalitionspartners. Das Grüne Festival bietet auch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Bettelei".

Die Anzeige sieht jenen der 'Stadt Wien' täuschend ähnlich. Allerdings ist darauf nicht die Bezeichnung "Stadt Wien", sondern "Statt Wien" zu lesen. Ein Blick in das Programm des nun anlaufenden Kulturfestivals "Wienwoche" zeigt: So heißt auch eine Künstlergruppe, die sich ebenfalls mit dem Thema Bettelei beschäftigt.

Die Aktion richte sich gegen Bettelverbote und ähnliche Einschränkungen. Man sei im Rahmen des Wienwoche-Projekts in die Rolle der Stadt geschlüpft und wolle beweisen, dass "gouvermentales Engagement“ sich nicht nur auf Ver- und Gebote beschränken müsse. An der Aktion nimmt auch ein aus der Slowakei stammender Bettler teil, der sich bereits gegen das Bettelverbot engagiert hat.

"Unter Schirmherrschaft der Stadt spendeten sie gerne"
"Bei unserer Aktion am Siebenbrunnenplatz war der einhellige Tenor der Passanten, dass sie diese innovativ und gut finden. Unter der Schirmherrschaft der Stadt spendeten sie gerne. Auch die Verdoppelung der Spende durch die Stadt wurde unterstützt", berichtete Heide Hammer von der Gruppe "Statt Wien" in einer Mitteilung. Auf dem betreffenden Platz war der sogenannte Bettelbeauftragte erstmals aufgetaucht.

"Wir haben diesen Weg gewählt, damit unser politischer Vorschlag, Abschaffung des Bettelverbots und unterstützender Umgang mit bettelnden Menschen, Gehör findet. Die Stadt Wien kann unseren Inhalt und unser Design gerne übernehmen", fügte sie hinzu. Angst vor rechtlichen Schritten der Stadtverwaltung habe sie hingegen nicht: "Ehrlich gesagt glauben wir nicht an eine Klage gegen ein Kunstprojekt, Wien ist doch nicht Moskau."

Bürgermeister-Büro prüfte Inserat, obwohl es Koalitionspartner wusste
Das Inserat hatte sogar Anfragen im Wiener Rathaus zur Folge. Sogar im Büro von Bürgermeister Michael Häupl musste man sich mit der Causa beschäftigen. Dort hieß es: Das Inserat sehe zwar so aus, stamme aber nicht von der Stadt. Weitere Schritte würden geprüft.

Dies kann nun wohl entfallen, da die Aktion Teil der von den Grünen ins Leben gerufenen Wienwoche ist, die am Samstag startet. Wobei die Grüne Sozialsprecherin Birgit Hebein schon vor Bekanntwerden der Urheberschaft betonte: "Die Aktion sensibilisiert den Umgang mit Armut und zeigt menschliche Alternativen ohne Vertreibung durch Bettelverbote auf." Es darf angenommen werden, dass sie eingeweiht war - nimmt sie im Rahmen der Wienwoche doch selbst an einer Podiumsdiskussion zum Thema Bettelei teil.

Aufsehen auf Facebook
Von dem vermeintlichen Bettlerbeauftragten gibt es jedenfalls eine intensiv betreute Facebook-Seite. Ein Fake-Kamerateam hatte die Aktion auf dem Siebenbrunnenplatz gefilmt (siehe Video rechts) - Fußgänger wurden in die Irre geführt und um Spenden gebeten.

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3 Kommentare
Grantscherben Veteran (271)

Antworten Link Melden 1 am 23.09.2012 17:41

Die Grünen regieren in Wien mit und schreiben auf ihre Fake-Broschüren "Statt Wien"???????? Raus mit den Idioten aus dem Rathaus!!! Schon allein wenn ich die Plakate der Grünen seh, kommt mir alles hoch..."Wir sind nicht part of the Game" na eh ned...ihr seids Trotteln!

20er Veteran (1003)

Antworten Link Melden 1 am 25.09.2012 10:01 als Antwort auf das Posting von Grantscherben am

Völlig Richtig und wahr ausgedrückt und mir geht's genauso!

Es ist ja schon faszinierend wie sich diese Grünen immer Alles zurechtbiegen, wie es Ihnen passt.
Macht so etwas ein Anderer als ein Grüner, dann ist es Betrug und..... und........!
Aber bei den Grünen ist so Etwas natürlich Kunst.
Wo bitte ist da die Staatsanwaltschaft???????????

luckyluke1 Veteran (244)

Antworten Link Melden 1 am 21.09.2012 16:19

...sowas erlauben sich die blauen !!!! dann is wieder feuer am dach !!!

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