700 vor der US-Botschaft Wien

Nun hat der Protest gegen Schmähfilm Wien erreicht

Bis zu 700 Teilnehmer haben laut Polizeiangaben am Samstagnachmittag vor der US-Botschaft in Wien-Alsergrund an einer Protestkundgebung gegen den Mohammed-Film teilgenommen.

Grundtenor war, dass sie sich gegen die Beleidigung ihres Propheten wenden. Allerdings distanzierten sich einige Teilnehmer gegen eine Unterstützung des Kalifats, die von anderen Teilnehmer propagiert wurde. Die Protestaktion verlief zunächst friedlich. Die Polizei sprach auch nach dem Ende der Demonstration von einem "friedlichen Ablauf ohne polizeilich relevante Vorkommnisse".

Zur Organisation der Demonstration unter dem Motto "Protest gegen die Unzumutbarkeit der US-Filmindustrie und den Schmähfilm gegen den Propheten Mohammed" wurde eigens eine Facebook-Gruppe gegründet, hinter der Einzelpersonen stehen, darunter unter anderem der junge Österreich-Tunesier Abdullah F.

Kopfgeld auf Filmmacher ausgesetzt
Ein pakistanischer Minister hat nun ein Kopfgeld auf den Produzenten des islamfeindlichen Films aus den USA ausgesetzt.  Eisenbahnminister Ghulam Ahmed Bilour versprach am Samstag demjenigen, der "diesen Gotteslästerer" töte, 100.000 Dollar (76.994 Euro). Bilour forderte die Taliban und das Terrornetzwerk Al-Kaida auf, sich der "noblen Sache" anzuschließen.

Nach den Freitagsgebeten waren in Pakistan zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Bei Ausschreitungen wurden nach jüngsten Angaben mindestens 21 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Gegen den Film "Die Unschuld der Muslime", in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird, gibt es seit mehr als eineinhalb Wochen Proteste in der islamischen Welt, die nun auch auf Europa übergreifen.


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