Mutter neben Kind erstochen Wien

Täter glaubt: "Meine Frau lebt!"

Täter glaubt: "Meine Frau lebt!"

Opfer Charlotte B. (28) mit dem gemeinsamen Kind - der mutmaßliche Täter Juan A. (43) (© )

Mord an Mutter - Täter glaubt sie lebt noch
Opfer Charlotte B. (28) mit dem gemeinsamen Kind - der mutmaßliche Täter Juan A. (43)
Der Kolumbianer Juan A. (43) steht für die furchtbarste Bluttat des heurigen Sommers in Wien: In der Nacht zum 6. Juli gellten Todesangst-Schreie aus einer Wohnung in der Darwingasse 26 (Leopoldstadt).

Weil sie ihn verlassen wollte, metzelte der Musiker die Steirerin Charlotte B. (28) vor den Augen der gemeinsamen Tochter mit 13 Messerstichen nieder.

Als Polizisten die Tür aufbrachen, kam ihnen die vierjährige Mia weinend entgegen: "Der Papa hat die Mama totgemacht." Nach der Tat sprang Juan G. aus dem 3. Stock, überlebte aber mit schweren Kopfverletzungen.

Gewiefte Strafverteidiger wie Normann Hofstätter versuchen immer, Mandanten vor der Höchststrafe zu bewahren: War's nicht Mord, sondern Totschlag? Ein Ausbruch von Gewalt im Affekt? War der Täter zurechnungsfähig?

Doch Juan A. ist seinem Anwalt keine Hilfe. Bei der ersten Einvernahme nach langem Koma stammelte der U-Häftling nur wirres Zeug: Die Darwingasse hält er für eine Adresse in Madrid. Im Spital sei er wegen einer Knöchelverletzung ("Ich bin gestolpert"). Lebensgefährtin Charlotte sei nicht tot, sondern bei ihm: "Sie war ja bei allen Untersuchungen dabei."

Erschütternde Taktik oder erschüttertes Gehirn? Gutachter sollen das vor dem Prozess klären.

Wolfgang Höllrigl

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