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24.09.2012

Bis zu 8 Jahre Haft möglich

Prozess wegen fahrlässiger Tötung vertagt

Prozess wegen fahrlässiger Tötung

Es steht Aussage gegen Aussage. (© Fotolia)

Nach einem katastrophalen Verkehrsunfall hatte sich ein 37-jähriger Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen am Montag in Wiener Straflandesgericht zu verantworten. Der Mann war am 7. Oktober 2011 auf der Neustiftgasse in Wien-Neubau stadtauswärts unterwegs gewesen und hatte mit seinem Audi A8 auf die Busspur gewechselt, um nicht im Stau stehen zu müssen.

Mit überhöhter Geschwindigkeit passierte er die Kreuzung mit der Kirchengasse, obwohl die Ampel laut Anklage bereits Rot zeigte. Die Folgen waren verheerend.

Der 37-Jährige schoss einen Smart ab, der vorschriftsmäßig von der Kirchengasse gekommen war. Infolge des Crashs "ist der Audi ohne Bodenberührung auf die Gehsteigkante zugeflogen", schilderte ein 34-jähriger Passant, der am Zebrastreifen auf Grün gewartet hatte und vom Audi getroffen wurde. "Ich bin im Blumenbeet wieder zu mir gekommen", erklärte der Mann im Zeugenstand, der in weiterer Folge mit schweren Verletzungen - einem Beckenbruch, einer Fraktur des linken Ellbogens und mehreren Kreuzbandrissen - im Spital gelandet war.

Eine 37 Jahre alte Frau, die vom Audi ebenfalls mit voller Wucht getroffen wurde, konnte von Richterin Daniela Zwangsleitner nicht mehr vernommen worden. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Verteidiger spricht von Verwaltungsübertretung
Der Angeklagte räumte zunächst ein, er sei "aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf die Busspur gewechselt, weil ich rechts abbiegen wollte", was sein Verteidiger Robert Lattermann nicht weiter schlimm fand: "Das ist nur eine Verwaltungsübertretung." Er sei "zügig" in die Kreuzung eingefahren, aber nicht - wie es im Strafantrag hieß - mit 59 Stundenkilometern. Vor allem aber habe er Grün gehabt, betonte der 37-Jährige. Wenn der Lenker des Smart das Gegenteil versichere, "ist das seine Geschichte. Ich behaupte das, was ich gesehen habe."

Der 47 Jahre alte Mann, der am Steuer des Smart saß, blieb als Zeuge bei seiner bisherigen Darstellung: "Da war Grün." Er habe, als er in die Kreuzung einfuhr, den Audi noch nicht wahrgenommen: "Ich habe den Schatten erst im Moment des Aufpralls gesehen. Es war ein plötzliches Ereignis."

Einstimmige Zeugenaussagen
Sämtliche weitere Zeugen, die im Anschluss gerichtlich vernommen wurden, bestätigten diese Angaben, indem sie dezidiert erklärten, der Angeklagte habe das Rotlicht ignoriert bzw. zu dieser Schlussfolgerung kamen. Ein Mann, der mit seinem Pkw vorschriftsgemäß auf der Neustiftgasse vor der Ampel angehalten hatte, sagte aus, der Audi sei "mit einem Karacho vorbeigeschossen, mit gefühlten 80". Dann habe er mitansehen müssen, "wie die Menschen geflogen sind".

Eine einzige Augenzeugin, die nach dem Unglück von der Polizei befragt worden war, hatte allerdings zu Protokoll gegeben, der Smart und nicht der Audi sei bei Rotlicht losgefahren. Weil die Frau ihrer Zeugenladung nicht nachkam, musste die Verhandlung auf den 7. November vertagt werden.

Dem Angeklagten drohen bei einem Schuldspruch bis zu drei Jahre Haft. Seit Anfang September hat der bis dahin Beschäftigungslose übrigens wieder einen Job. Er ist als Chauffeur tätig.


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