Schonfrist vorbei! Wien

Parkpickerl-Streit: Jetzt reden die zornigen Anrainer

Parkplatz

Die Parkplatzsituation frustet viele Anrainer

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Die Parkplatzsituation frustet viele Anrainer

Jetzt ist Schluss mit lustig: Ab heute werden Parkpickerl-Sünder mit 36 Euro oder gar Abschleppen bestraft. Immer mehr flüchten in angrenzende freie Zonen und kämpfen um wenige Plätze. Anrainer sind wütend und fühlen sich von Politikern gefrotzelt.

Es scheint wie ein Wunder: In den neuen – früher zugeparkten – Parkpickerlbezirken gibt es plötzlich viele Parkplätze. Weniger verwunderlich: Die Autos sind nicht weniger geworden. Pendler, Langzeitparker und alle, die das Parkpickerl ablehnen, sind nur in angrenzende Zonen geflüchtet.

Folge: In Währing, Döbling, am Wilhelminenberg und Teilen des 14. Bezirks gibt es plötzlich Parkplatznot, wo es früher keine gab. Die Anrainer sind wütend und verzweifelt. "Seit es das Pickerl gibt, schreien sich die Leute auf der Straße an", erzählt Judith P. aus der Felbergasse (Penzing).

"Manchmal denk' ich auch ans Reifenaufstechen", giftet eine echte Wienerin im 16. Bezirk: "Nämlich die vom Auto der Grünen Vassilakou!" Ottakring-Chef Franz Prokop wundert der Pickerl-Zwist nicht – und schiebt die Schuld auf die ÖVP: "Die wollte das Pickerl nur bis zur jetzigen Grenze. Wäre der ganze Bezirk Zone, hätten wir überhaupt keine Probleme."

Die ÖVP lehnt das Pickerl weiter ab. Weder Bezirksvorsteher Karl Homole (Währing) noch Adolf Tiller (Döbling) denken daran, es einzuführen. Homole: "Die Bürger haben abgestimmt und abgelehnt. Eine demokratische Entscheidung. Ich halte mich daran!"

Anna Thalhammer


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