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03.10.2012

Streit um Geld

Wienerin sticht Partner in Rücken

Vorm Haus Margaretengürel 126 wurde Manfred E. verletzt

Vorm Haus Margaretengürel 126 wurde Manfred E. verletzt (© Denise Auer)

Blutiges Ende eines feuchtfröhlichen Abends: In der Wohnung eines Freundes in Margareten begann Roswitha H. (41) mit ihrem Partner zu streiten. Als er das Haus verließ, folgte ihm die Wienerin mit einem Messer. Im Hof soll sie dann zweimal zugestochen haben.

Ein simpler Streit über unbezahlte Rechnungen eskalierte in der Nacht auf Mittwoch in Margareten. In der Wohnung eines Freundes stritten sich Roswitha H (41). und ihr Lebengefährte Manfred (48). Dann hatte dieser wohl die Nase voll, verließ die Gesellschaft.

Doch seine Freundin wollte weiter streiten: Die arbeitslose Wienerin sprang auf, schnappte sich ein Küchenmesser und folgte Manfred in den Innenhhof des Gemeindebaus am Gürtel. "Dort hat sie zweimal zugestochen", berichtet Polizeisprecher Roman Hahslinger. Das Opfer wählte selbst den Notruf, schickte die Beamten in die Wohnung seiner Freundin.

"Bei der Festnahme wehrte sich die Beschuldigte, griff die Kollegen mit einer Wodkaflasche an", so Hahslinger. "Roswitha war noch nie gewalttätig", erzählt ein Freund des Paares. "Aber seit der Ermordung ihrer Schwester vor ein paar Jahren hat sie einen Knacks!"

Über Familie der Täterin lastet Fluch

Getötet: Ulrike H.

Getötet: Ulrike H. (© dkro-red2)

2006 sorgte Familie H. bereits für Schlagzeilen! Ulrike H. – Schwester der Mittwoch festgenommenen Roswitha – wurde von ihrem Freund ermordet. Rainer N. hatte seine Lebensgefährtin Ulrike erwürgt, mit einer Säge zerteilt, in Plastikfolie gewickelt und im Kühlschrank versteckt. Als der Geruch zu stark wurde, stellte N. das Kühlgerät zum Sperrmüll in den Innenhof.

Arbeiter entdeckten dort die schon verweste Leiche. Rainer N. wurde zu lebenslang verurteilt und verschwand hinter Gittern. Die Erinnerung an den Mord aber blieb, belastete Schwester Roswitha. Jetzt dürften die aufgestauten Gefühle ausgebrochen sein. Die Schwester des Opfers wurde zur Täterin.

Andreas Huber


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1 Kommentar von unseren Lesern

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Der_Sternenb... (391)
04.10.2012 16:47

Tragisch, tragisch
Ich frage mich ehrlich, wie in diesem Land den "Opfern" solcher Schrecklichen Traumata (langzeitlich) umgegangen wird. Bei den Tätern ist ma ja schnell dabei "Milde" walten zu lassen. Aber wie man sieht, ziehen solche tragischen Umstände weiter ihre Kreise.


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