Ivan Trifonov schäumt Wien

Wiener klagt an: "Felix klaute meine Stratos-Idee"

Wiener klagt an: "Felix klaute meine Stratos-Idee"

Links: Ivan Trifonov beim Ballonstart am Südpol. Rechts: Felix Baumgartners Ballon beim Stratos-Projekt (© APA)

Links: Ivan Trifonov beim Ballonstart am Südpol. Rechts: Felix Baumgartners Ballon beim Stratos-Projekt
Links: Ivan Trifonov beim Ballonstart am Südpol. Rechts: Felix Baumgartners Ballon beim Stratos-Projekt
Der Wiener Ivan Trifonov reklamiert in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" die Idee zum Stratos-Sprung von Felix Baumgartner für sich. "Der Felix verkauft mein Projekt", wird der 67-jährige Ivan Trifonov zitiert. Beim Sponsor Red Bull hieß es dazu: "Das Konzept war aus seiner (Baumgartners, Anm.) Sicht nicht überzeugend und wurde nicht weiterverfolgt."

+++ Milliarden-Geschäft mit Baumgartner-Sprung +++

Ivan Trifonov
Ivan Trifonov
Trifonov, vierfacher Guinness-Rekordhalter, überquerte als erster mit einem Heißluftballon das Mittelmeer, fuhr als erster im Ballon zu Nord- und Südpol und machte die ersten Ballonfahrten über den Kreml, über Jerusalem und die Chinesische Mauer. Der gebürtige Bulgare träumte, mit einem 300 Meter hohen Ballon in die Stratosphäre aufzusteigen und sich mit Schallgeschwindigkeit in die Tiefe zu stürzen. 2002 berichteten mehrere Medien von dem Vorhaben.

+++ Lustige Fotomontagen zu Baumgartners Sprung +++

In einer APA-Meldung hieß es dazu vor zehn Jahren: "Der Atmosphärensprung mit doppelter Überschallgeschwindigkeit soll mit dem Know-how aus der Raumfahrt ermöglicht werden. (...) Der genaue Termin für den Vorstoß an die Vakuumgrenze stehe vorerst noch nicht fest, da das 'einzige Problem', die 'finanzielle Hürde' von sechs Millionen Dollar, bis dato noch nicht gemeistert werden konnte."

+++ Videobotschaft von Baumgartner nach Party +++

Mehrmals Red Bull kontaktiert
Mehrmals habe er vergeblich bei Red Bull angefragt, so Trifonov im "Kurier". 2005 habe er gezwungenermaßen einen Schlussstrich unter das Projekt gezogen und Kontakt zu Baumgartner aufgenommen. Man traf einander in Salzburg. Der Extremsportler habe sich "sämtliche Berechnungen und Kontaktadressen kopiert". Trifonov: "Bedingung war, dass er mich als Berater und Dokumentationsreporter in sein Team aufnimmt." Gehört habe er aber nichts mehr von Baumgartner, behauptet Trifonov.

+++ Felix-Porträt: Vom Schlosser zum Extremsportler +++
+++ 15-jährige Karriere als Base-Jumper und Extremsportler +++

"Ich habe Lust, ihn zu klagen, aber ich habe nichts Schriftliches in der Hand und auch nicht die finanzielle Power von Red Bull, um das durchzuziehen. Also muss ich zusehen, wie Felix mein Projekt als seines verkauft", so der 67-Jährige gegenüber dem "Kurier".

+++ Video: Der Sprung von Felix Baumgartner +++

"Idee ist bereits 50 Jahre alt"
Das am Dienstagabend übermittelte Statement von Red Bull zu der Geschichte im Wortlaut: "Die Idee, einen Absprung im freien Fall aus der Stratosphäre zu absolvieren, ist bereits über 50 Jahre alt. Im Laufe der Jahre wurden Red Bull und Felix Baumgartner immer wieder Projekte basierend auf dieser Idee präsentiert, unter anderen auch von Herrn Trifonov. Das Konzept war aus seiner Sicht nicht überzeugend und wurde nicht weiterverfolgt."

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7 Kommentare
Sternchen1960 Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 18.10.2012 14:14

Ich finde das schon als grosse Schweinerei. Der Baumgartner ist jünger und hat Ausstrahlungskraft.
Im heutigen Leben wird man , als über 50ig jähriger garnicht mehr wahrgenommen. Schade.
Gerade wir können und leisten noch sehr viel.
Der Kopierreflex ist ja sehr in Mode gekommen.
Der Herr Baumgartner ist .gesprungen.
Hut ab.
Die Kosten dieser Leistung lässt er sich ja gut bezahlen, lt web.de habe ich ja enorme Summen gelesen. Fair wäre nach Erhalt der Summe, etwas vom Kuchen Herrn Trifonow abzugeben.
So hat jeder etwas.

Lisa1970 Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 18.10.2012 11:27

@ rgu8411
natürlich sind wir stolz, wenn ein Landsmann eine tolle Leistung bringt. WARUM DENN NICHT? Es wird ja geschichtlich gesehen immer noch auf uns herumgetrampelt, oder sich über unsereins (die Österreicher) lustig gemacht. Deine Kritik mag berechtigt sein, aber solche "dreckigen" Aktionen liegen der Menschheit einfach bereits in den Genen, überall auf der Welt werden solche "Geschäfte" abgewickelt, wo jemand auf der Strecke bleibt und das schon seit Jahrhunderten. Nur dass wir heutzutage über die Medien mehr erfahren, als früher. - Ich gönne dem Felix Baumgartner seinen Erfolg und jedem anderen, der erstaunliche Dinge vollbringen kann.

unbekannt Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 17.10.2012 22:42

wenn ich die kommentare lese wird mir klar, wie stolz AT sein muss. Ich persönlich denke, dass es bei solchen grossen projekten immer dreckige geschäfte gibt und einer den kürzeren zieht. baumgartner sieht einfach besser aus, ist jünger etc. publikumswirksamer! aber dass das hier niemand sieht...

Sunny_Y Veteran (421)

Antworten Link Melden 3 am 17.10.2012 14:05

aber es gibt halt wenige, die in der Lage sind, solche Ideen umzusetzen. Herr Trifonov gehört jedenfalls nicht dazu.
Baumgartner und Red Bull sind ja nicht mit der Idee groß heraus gekommen, sondern mit der Umsetzung des Sprunges.
Trifonov dürfte im Gegensatz dazu ein armseliges, erfolgloses Würstchen sein. Charakter hat er jedefalls keinen. DIe Medien sollten über soclhe Leute gar nicht berichten - das ist einfach nur wiederlich!

josef4 Veteran (163)

Antworten Link Melden 0 am 17.10.2012 20:30 als Antwort auf das Posting von Sunny_Y am

richtig dieser Typ will als Trittbrettfahrer Geld machen

djsty1986 Newcomer (1)

Antworten Link Melden 2 am 17.10.2012 11:03

es gibt immer wieder menschen die dann sagen das war meine idee, der hat sie mir gestohlen! und es wird noch mehr neider geben!

unbekannt Newcomer (1)

Antworten Link Melden 2 am 17.10.2012 10:40

Es ist wieder einmal typisch: Wenn jemandem eine besondere Leistung, mit Hilfe einiger Fachleute, gelungen ist, wie Felix Baumgartner, dann tauchen immer wieder Menschen auf, die solche Behauptungen aufstellen. Sollen sie ruhig der Wahrheit entsprechen, aber er hatte 7 Jahre Zeit, sich um seinen "Anteil" an der Sache zu kümmern. Ich bin überzeugt, dass er niemals dieses Interview im Kurier gegeben hätte, wenn Felix Baumgartner dabei verunglückt wäre. Weil dann hält man ja lieber still. Ich kann solche Menschen einfach nicht verstehen......

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