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18.10.2012
Von Polizei überwältigt
Mann hielt Mutter und Kleinkind in "Geiselhaft"
Die Mutter konnten den Fuhrlohn für Transport nicht gleich bezahlen. (© AFP/Symbolbild)
Der 24-Jährige wollte von den Freunden der Frau Geld erpressen. Bei der Geldübergabe wurde der Mann von Polizisten überwältigt. Seit gestern, Donnerstag, sitzt er in Untersuchungshaft. Die Frau und das Kind sind wohlauf. Der Reihe nach: Am späten Montagnachmittag stieg die junge Mutter in Ruse in Bulgarien in das Auto des 24-jährigen Mannes. Bekannte hatten ihr die Mitfahrgelegenheit nach Wien organisiert.
Beim Einsteigen bezahlte die junge Frau 200 Euro - das Mädchen durfte gratis mit. Im Fahrzeug befanden sich auch noch andere Fahrgäste - insgesamt waren sie zu viert. Bei einer Grenzkontrolle zeigte der Fahrer die Pässe seiner Passagiere und behielt sich diese danach ein. Als die Frau mit Kind am Dienstag in Wien ankam und ihre Reisedokumente zurückwollte, verlangte der Mann weitere 100 Euro dafür.
Geschlagen und bedroht
Nachdem die 24-Jährige Zeit benötigte, um das Geld aufzutreiben, vereinbarten sie eine Übergabe für Mittwoch um 13.00 Uhr am Yppenplatz in Ottakring. Dort allerdings zwang der Bulgare die junge Mutter mit ihrem Mädchen in seinen Wagen zu steigen und brachte die beiden in eine Wohnung. Von den Bekannten der Frau forderte der 24-Jährige weitere 1.000 Euro für ihre Freilassung.
Während ihrer "Geiselhaft" wurde die junge Mutter von ihrem Peiniger immer wieder geschlagen, zudem drohte er ihr, das Kind umzubringen und sie zur Prostitution zu zwingen. Die Freunde der Frau gingen inzwischen zum Polizei-Wachzimmer am Brunnenmarkt. Die Beamten schalteten das Landeskriminalamt ein. Um ein bisschen Zeit zu gewinnen, wurde eine Übergabe für 18.30 Uhr am gleichen Tag ausgemacht.
Am Brunnenmarkt überwältigt
Beim vereinbarten Treffpunkt erschien der Bulgare mit der Frau und dem Kind. Schließlich wurde der Mann von Polizisten überwältigt. Dem Vernehmen nach soll der Bulgare einen Marktstand am Brunnenmarkt betrieben haben. Nähere Angaben zur Person und den Aussagen des Mannes machte die Polizei am Freitag nicht.
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