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25.10.2012
Einmal rauf und zurück
DC Tower: Sich fühlen wie Felix Baumgartner
26 Fotos |
Schon als ich erfuhr, dass der DC Tower zu den 10 Prozent der höchsten Gebäude Europas zählen wird, fand ich den Turm beeindruckend. Noch mehr, als ich las, dass in dieses Gebäude ein Fitnesscenter, ein Hotel, Büros, Wohnungen, Gastonomie und ein Skyloft Einzug halten werden. Doch als ich direkt davor stand, wurde mir die Höhenausmaße des Turms erst richtig bewusst...
Schwingt der Turm bei etwas Wind?
Damit der Tower bei Wind nicht herumschwingt, wird innen ein Pendel befestigt, welches einen 50-Kubikmeter Wassertank eingebaut hat, der die Schwingung ausgleichen wird. Als ich dort war, war dieser noch nicht eingebaut. Deshalb wurde mir dann doch etwas mulmig als wir zum provisorischen Arbeiterlift gingen, um ins oberste, 60. Stockwerk zu fahren um die Aussicht zu genießen.
Aber gut, dachte ich: Nur nicht anmerken lassen, wie nervös es mich macht, dass wir mit einem Aufzug mit Atmungslöchern in den 60. Stock fahren sollten.
Der DC Tower ist 220 Meter hoch. (© WED / M.Berger)
Je höher der Aufzug kam, desto stärker wurde das Gefühl, dass es unter mir ganz schön tief hinunter geht. Um mich abzulenken sah ich mich um. Der Wind pfiff durch die Öffnungen im Aufzug. Meine Neugier siegte und ich blickte hinunter. Das war keine so gute Idee. Deshalb setzte ich mich auf den Sessel, welcher in der Mitte des Lifts stand. Für alle Arbeiter, die solch eine Höhe auch nicht gerne haben oder einfach müde sind. Ich tat als wäre ich müde...
Ablenkung: Opa Seidel ist ältester Bauarbeiter
Mein mulmiges Gefühl wurde auch nicht besser, als mir erzählt wurde, dass der DC Tower mehr als 250.000 Tonnen Gesamtgewicht besitzt. Witzig war aber, dass der älteste Mitarbeiter bereits ein Teilzeit-Pensionist ist, der von seinen rund 600 Kollegen liebevoll "Opa Seidel" genannt wird.
Yuhu: Oben angekommen!
Als ich nach gefühlten drei Stunden oben angekommen war, konnte ich es kaum fassen: Ich stand am höchsten Gebäude Österreichs - noch bevor es überhaupt eröffnet ist.
Besser als jeder Fitness-Stepper
Doch dann kam die nächste Überraschung: Wir gehen 50 Stockwerke wieder zu Fuß hinunter - damit ich jede Etage und ihre Eigenheiten besichtigen kann...Wenigstens keine Liftfahrt, dachte ich mir und, dass ich mir somit zumindest für diesen Tag das Fitnessstudio sparen kann. Denn das Stiegensteigen ist besser als jeder Stepper.
Ein gesamtes Stockwerk ist für die Technik "reserviert". (© WED / M.Berger)
Bauarbeiter beim Balanceakt
Eine Etage weiter unten wurde erzählt, dass für die Fassaden eigens angestellte "Kletterer" engagiert wurden, die kiloschwere Platten an Seilen befestigt an der Außenmauer des Turms balancierten.
Fassadenkletterer - mal ein anderer Beruf. (© WED / M.Berger)
Felix, ich huldige dir
Als ich endlich wieder den Erdboden unter meinen Füßen spürte, war ich dankbar: Für die Führung und, wieder Erde unter mir zu haben. Wenn man bedenkt, dass der Felix noch höher war.....
Katharina Häusler
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