Gutachten fehlte

Praterstern-Vergewaltigung: Prozess vertagt

Prozess Vergewaltigung Praterstern

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Prozess Vergewaltigung Praterstern
Drei junge Männer, teilweise noch minderjährig, stehen vor Gericht

Jene drei jugendlichen afghanischen Flüchtlinge (16, 17 und 18 Jahre alt), die am 22. April 2016 auf einer öffentlichen Toilette am Wiener Praterstern eine 21-jährige Studentin brutal vergewaltigt und schwer verletzt haben, standen am Dienstag bei ihrem Prozess vor Gericht. Der Prozess wurde auf 31. Jänner vertagt.

Das 21-jährige Opfer wurde bei der Tat nicht nur körperlich schwer verletzt, sondern auch psychisch schwer traumatisiert. Im Zuge der Verhandlung wurde eine Videoaussage eingespielt, um zu vermeiden, dass die Frau ihren Peinigern gegenübertreten musste. Zudem wurde ein langer Brief verlesen - auch über eine Stunde lang auf Farsi, damit die Angeklagten hörten, was die Frau zu sagen hatte.

Regungslos nahmen die Angeklagten zur Kenntnis, dass die Frau berichtete, sie sei bis heute voll Hass, Wut und Ekel und dass sie Todesängste ausgestanden hatte - mehr zum Inhalt lesen Sie hier. Das Trio selbst bekannte sich zwar schuldig, zeigte aber keine Reue und schob die Schuld für die Tat dem Alkohol zu. Einer der Männer erklärte gar, dass er dabei war, aber kein Verbrechen begangen habe.

Am Nachmittag wurde die Verhandlung überraschend vertagt. Der Grund war, dass eine Sachverständige, die die 21-Jährige nach der Tat untersucht hatte, ein Ergänzungsgutachten bis heute nicht abgeliefert hat. Das Gutachten hätte die Auswirkungen auf das Leben des Opfers erfassen sollen und Grundlage für Schmerzensgeld darstellen sollen. Die Verhandlung soll nun am 31. Jänner mit dem Gutachten fortgesetzt werden, die Angeklagten bleiben bis dahin in Untersuchungshaft.
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