Politik

Affäre: Grünes Mail hat Folgen

Wie exklusiv berichtet, soll laut „Heute“ vorliegenden Dokumenten der Exekutive ein ausländerfeindliches E-Mail vom Computer der Grünen-Geschäftsführerin Lätitia Gratzer abgeschickt worden sein. Ziel: die Aufnahme in den Verteiler des als rechtsextrem eingestuften BfJ. Gratzer streitet das Verschicken der Nachricht für ihre Person weiter ab und glaubt an eine Fälschung. Landeschef Rudi Anschober hat eine technische Prüfung angekündigt, die die Herkunft der elektronischen Post klären soll.

Der Verfassungsschutz in Oberösterreich bestätigt nun jedoch grüne Versuche zur Kontaktaufnahme mit dem rechten Lager. „Sie wollten in der Vergangenheit mehrfach in Verteiler aufgenommen werden, um so die andere Seite auszuhorchen. Solche Versuche sind gang und gäbe“, erklärt Amtsleiter Tischlinger gegenüber „Heute“. Das umstrittene Mail hält der Verfassungsschützer für echt: „Das passt alles grundsätzlich. Und: Warum sollte das Mail gefälscht sein?“

Unterdessen setzt es massive Kritik vonseiten der politischen Mitbewerber. FPÖ-Nationalrat Werner Neubauer kritisiert, „dass die Grünen offenbar in ihrem paranoiden Kampf gegen rechts vor nichts mehr zurückschrecken“. Er vermutet hinter der Mail-Aktion eine gezielte Provokation, die Jugendliche zu Straftaten anstiften sollte. Das BZÖ fordert restlose Aufklärung und will die Angelegenheit zum Thema im laufenden Untersuchungsausschuss im Parlament machen. Die Orangen planen die Vorladung Gratzers.

Jürgen Tröbinger


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