Alle Fakten zu:

CERN-Ausstieg könnte für Österreich teuer werden

Österreichs geplanter Rückzug auf dem Kernforschungszentrum CERN wird nicht ohne finanzielle Einbußen über die Bühne gehen. Laut Thierry Lagrange, dem Finanzchef der Einrichtung, hätte Österreich Verpflichtungen, die sich in einer Summe von mehreren Jahresbeiträgen niederschlagen. Ein Jahresbeitrag beläuft sich etwa auf 16 Millionen Euro.

 

Bei einem Ausstieg müsste der Staat die Kosten für Pensions- und Krankenversicherung für die österreichischen Angestellten aufkommen, auch wenn deren Verträge über das geplante Austrittsdatum 2010 hinauslaufen. Ebenso müsste der österreichische Beitrag zur Rückzahlung des Kredits für den Teilchenbeschleuniger LHC an das Forschungszentrum beglichen werden.

 

Keine Aufträge mehr für österreichische Firmen?
Die 185 in CERN tätigen Österreicher fürchten um ihre Jobs. Das müssten im Falle des Ausstiegs auch österreichische Unternehmen. Das Forschungszentrum hat angedeutet, dass diese dann nicht mehr als Auftraggeber in Frage kämen. Führende Wissenschaftler sind über die Pläne von Wissenschaftsminister Johannes Hahn entsetzt.


Ihre Meinung