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11.02.2010

Darabos unter Beschuss

- Family-Business: 42 Assistenzsoldaten werden vom Schwager des Ministers im Burgenland beherbergt
- Rechnungshof prüft derzeit die allgemeinen Kosten für die Überwachung der österreichischen Grenzen

Inmitten der Debatte (und der laufenden Rechnungshofprüfung) über den Grenzeinsatz des Bundesheeres platzt eine politisch heikle Bombe: Wie Heute vorliegt, werden derzeit 42 Assistenzsoldaten vom Schwager des Verteidigungsministers im Burgenland beherbergt.

In Darabos’ Heimatgemeinde Kroatisch-Minihof vermietet der Verwandte ein altes Zollhaus (siehe Bild) ans Militär. Das Heer ist – bei dem Budget kein Wunder – kein lukrativer Mieter: 2,45 Euro pro Monat zahlt das Verteidigungsministerium pro Soldat. Knapp 37.500 Euro netto erhält der Schwager daher jährlich. Darabos’ Sprecher bestätigt die Fakten, betont jedoch, dass das Mietverhältnis seit 13 Jahren aufrecht ist und vom jeweiligen zuständigen Militärkommando vergeben wird.

Kritiker bemängeln allerdings die schiefe Optik: Ein Minister, der seinem Schwager ein Geschäft ermöglicht – das ist im burgenländischen Wahlkampf Munition für andere Parteien.

Der Assistenzeinsatz wurde jüngst bis Jahresende verlängert. Ob der Grenzeinsatz und dadurch auch das Mietverhältnis mit dem Schwager verlängert werden, muss bis Ende des Jahres neu verhandelt werden.

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2 Kommentare von unseren Lesern

0

ottakringeri... (1120)
12.02.2010 15:31

ich wiederhole mich...
wer SPÖ oder ÖVP wählt, dem geht es zu gut, oder er ist korrupt, oder es geht ihm zu gut, weil er korrupt ist.

offensichtlich gibt es keine anderen möglichkeiten.

die "großparteien" praktizieren die parteipolitische inzucht doch schon seit jahrzehnten.

0

skyrider (378)
12.02.2010 08:56

Bau-Substanz . . .
Und wie sieht bei dieser Unterbringung die Bau-Substanz aus? Auch so wie in anderen Kasernen - oder wurde adaptiert? Schließlich soll der Verwandte des damals sicher schon politisch engagierten Noch-Nicht-Ministers, keine schlechte Nachredt haben, oder?

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