Politik

Deutschland wählt heute neuen Bundespräsidenten

Ob Wulff bereits im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit der 1244 Wahlfrauen und Wahlmänner erreicht, gilt als völlig offen. Auch im zweiten Wahlgang wäre die absolute Mehrheit von mindestens 623 Stimmen notwendig. Erst in einem dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit.

Die Unions-Parteien und die FDP, die den bisherigen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff aufgestellt haben, haben 644 Delegierte - 21 Stimmen mehr als die absolute Mehrheit. Auch in der Reihen von CDU, CSU und FDP gibt es aber Sympathien für den früheren DDR-Bürgerrechtler Gauck, so dass das Resultat der geheimen Wahl ungewiss ist.

Köhlers Rücktritt machte Neuwahlen erforderlich
Die Wahl eines neuen Bundespräsidenten war nach dem völlig überraschenden Rücktritt von Horst Köhler am 31. Mai notwendig geworden. Köhler, damals ebenfalls von CDU/CSU und FDP aufgestellt, war erst vor einem Jahr für eine zweite Amtszeit bis 2014 gewählt worden. Er hatte mit sofortiger Wirkung sein Amt niederlegt und dies mit der heftigen Kritik an seinen Interview-Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz der deutschen Bundeswehr begründet.

APA/red


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