Limit für einen Grenzübergang

Doskozil: 80 Asylanträge pro Tag nur in Spielfeld

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil hat nach einer undeutlichen Erklärung des Innenministeriums den Limit an Asylanträgen noch einmal präzisiert.

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil hat nach einer undeutlichen Erklärung des Innenministeriums den Limit an Asylanträgen noch einmal präzisiert. (© EPA)

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Doskozil und Mikl-Leitner in Spielfeld

Hans Peter Doskozil und Johanna Mikl-Leitner in Spielfeld
Hans Peter Doskozil und Johanna Mikl-Leitner in Spielfeld

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil hat nach Inkrafttreten der neuen Flüchtlingslimits am Dienstag noch einmal eine Präzisierung vorgenommen. Die maximale Anzahl von 80 Flüchtlingen pro Tag gelte nur für den Grenzübergang Spielfeld.

"Die Zahl 80 bezieht sich ausschließlich auf Spielfeld", sagte Doskozil in der "ZIB 2". Auf Nachfrage, ob an Österreichs Grenzen insgesamt auch 200 oder 300 Anträge pro Tag gestellt werden könnten, sagte der Ressortchef, das sei "korrekt".

Kein Widerspruch zur Regierungsmeinung
Ein Sprecher Doskozils sagte, dass die Aussage nicht im Widerspruch zu Äußerungen der Bundesregierung stehe, weil derzeit alle Flüchtlinge an der Südgrenze über Spielfeld einreisen.
In einer Aussendung vom 17. Februar hatte das Innenministerium verlautbart, dass künftig "maximal 80 Asylanträge an der österreichischen Südgrenze" gestellt werden dürfen. Dass ausschließlich Spielfeld gemeint ist, war nicht klar ersichtlich.
Doskozil: EU-Kommission und Kommissare "realitätsfremd"
Doskozil kritisierte EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos für dessen Forderung, dass Österreich alle Menschen, die keinen Asylantrag stellen, abweisen soll und den Transit nach Deutschland nicht zu ermöglichen. Das sei ein gutes Beispiel "wie realitätsfremd die Europäische Kommission oder einzelne Kommissare hier agieren", sagte der Verteidigungsminister. "Absolute Grenzkontrollen wird es nicht geben", so Doskozil.

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