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14.07.2010

Eurofighter: Bukarest kauft billiger

Abfangjäger-Sommerschlussverkauf in Bukarest: Dort duellieren sich die Rüstungsdealer Saab und Finmeccanica (Eurofighter) um eine rumänische Bestellung von 24 Kampfjets. 2002 war das in Österreich ähnlich. Nur: Die Rumänen sollen laut der renommierten Militärfachzeitschrift „Jane’s Defence“ für 24 Jets nur eine Milliarde Euro zahlen müssen. Uns kosteten 15 Stück 1,589 Milliarden Euro …

Detailliert listet „Jane’s Defence“ auf, was Saab und die italienische Gruppe Finmeccanica (an der Eurofighter GmbH mit Alenia Aeronautica beteiligt, wie auch British Aerospace) der rumänischen Regierung aktuell so als Luftwaffen-Modernisierung anbieten: Als Ersatz für Bukarests 70 alte MiG-21 „Lancer“ würde Finmeccanica 24 gebrauchte (italienische) Eurofighter der Tranche 1 um eine Milliarde Euro liefern. Also aus jener Eurofighter-Generation, die auch bei uns (mehr oder weniger) fliegt. Der Stückpreis (inkl. Training und Logistik): 41,6 Millionen Euro. Plus: 100 % des Kaufpreises als Gegengeschäfte und noch 5000 neue Arbeitsplätze.

Rückblende: Die Regierung Schüssel (ÖVP) entschied sich (auch aufgrund von Finanzminister Grassers Argumentation) im Jahr 2002 ebenfalls zum Kauf von 24 Eurofightern – um zwei Milliarden Euro. Nach mühsamen Nachverhandlungen musste die Republik dann für 15 Jets 1,589 Milliarden Euro zahlen. Also ein Stückpreis von 106 Millionen – jeder Bundesheer-Eurofighter ist damit um 60 % teurer als einer, der nun Rumänien angeboten wird.

„Die Jets sind aber ident. Nur, dass in unseren zuvor ein deutscher Pilot saß und bei den Rumänen ein Italiener“, meint der Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz. Er fragt sich: „Entweder sind die Rumänen die besten Verhandler der Welt – oder Österreich ist das korrupteste Land, das existiert.“

Seiner Meinung nach sei „spätestens jetzt klar, dass die Österreicher gewaltig reingelegt worden sind“. Und daran seien „mehrere Minister“ beteiligt gewesen.

Richard Schmitt

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6 Kommentare von unseren Lesern

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unbekannt (6)
18.07.2010 10:36

Die Aufrüstung auf Tranche 2
wird uns noch ein Vermögen kosten!

"Danke" Darabosch!

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chips (1)
17.07.2010 17:04

" jeder Bundesheer-Eurofighter ist damit um 60 %...
Wenn der Eurofighter für Rumänien 41,6 Mill kostet, und uns 106 Mill, dann ist das nicht 60%, sondern mehr als 150% teurer. Umgekehrt gesehen kommt er für Rumänien um mehr als 60% billiger. Sollte man eigentlich wissen, wenn man die Hautschule positiv abgechlossen hat.

0

fhdk@gmx.at (3)
16.07.2010 11:59

Selten so einen Unsinn gelesen
Ich geh ja auch nicht ins Lebensmittelgeschäft und beklag mich, dass derselbe Salat vor drei Jahren viel teurer war. In diesen Krisenjahren wird ja vieles fast hergeschenkt.

Außerdem weiß k einer, wie gebraucht diese italienischen Jets sind. Das wird in Flugstunden gemessen. Entsprechend rasch verlieren die an Wiederverkaufswert. Man versuche einmal ein neues Auto zu kaufen, drei Tage anzumelden und dann den Neupreis dafür zu verlangen.

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unbekannt (6)
18.07.2010 10:42

Antwort auf Selten so einen Unsinn gelesen
Ein Autokauf hat nichts mit einem Flugzeugkauf zu tun!

Ein 10 Jahre altes Flugzeug kann fast soviel kosten, wie ein Neues!

Das kommt eben auf die Flugstunden an und im speziellen Fall, daß die Flugzeuge auf Tranche 2 aufgerüstet werden müssen.

Das ist so teuer, daß sich die Italiener für neue EF-Flugzeuge entschieden haben !

Wir müssen, "dank" Darabosch auch auf Tranche 2 aufrüsten, da es keine Ersatzteile für Tanche 1 Flieger gibt.

Das wird uns noch ein Vermögen kosten!

Darabosch muß vor Gericht gestellt werden, für den Schaden, den er uns verursacht hat!

0

gerste1 (29)
15.07.2010 08:08

Eurofighter
Aber wieso denn????????
Lt. Hr. Schüssel finanzieren sich die Schrottflieger ja von selbst mit Gegengeschäften- O D E R ????????

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eklar (38)
15.07.2010 20:17

Antwort auf Eurofighter
die einzigen, die sich dabei (gesund-)finanzieren, sind Eure Volksverblö ... äh, treter und deren Freunderln.

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