Politik

FPÖ will Steger als Stiftungsrat auswechseln

Aufregung um ORF-Wahl herrscht derzeit bei der FPÖ. Die Partei will den Freiheitlichen Norbert Steger als Stuftungsrat absetzen, weil er für Alexander Wrabetz als ORF-Chef gestimmt hatte.

"Wir sehen uns durch ihn nicht optimal vertreten", begründete FPÖ-Generalsekretär Vilimsky die Neubesetzung.

Vilimsky betonte, dass die FPÖ aufgrund einer "Vielzahl von Verfehlungen" gegen eine zweite Amtsperiode Wrabetz' eingetreten sei: die Einladungspolitik des ORF, sowie die Causa Ed Moschitz auf, bei der die FPÖ einem ORF-Redakteur vorhält, zwei Skinheads am Rande einer freiheitlichen Parteiveranstaltung zum Rufen von Naziparolen angestiftet zu haben - die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen dazu freilich eingestellt.

Dass Wrabetz zum ORF-Chef gewählt wurde, sieht Vilimsky als Ergebnis eines "rot-grünen Deals mit Unterstützung des BZÖ und Teilen der ÖVP". Dieser entspreche nicht dem Wollen der FPÖ.

Steger widerum attackierte Vilimsky scharf: "Er sollte abgelöst werden. Er hat die Partei medienpolitisch in eine strategische Sackgasse geführt", so Steger. Er selbst habe in der FPÖ nur mit Parteichef Heinz-Christian Strache ein Vertrauensverhältnis, betonte der Stiftungsrat.

Steger will nicht zurücktreten
Vonseiten der Parteispitze habe man ihn nicht kontaktiert. "Ich kann nicht sagen, dass ich auf Zuruf des Herrn Vilimsky mein Amt zurücklegen werde." Allerdings werde er daran auch nicht festhalten, sagte er.

In der FPÖ steht indes die Nachfolge Stegers im obersten ORF-Aufsichtsgremium noch nicht fest, hieß es am Mittwoch. Man habe zwei bis drei Kandidaten im Auge.

Ihre Meinung

User haben auch diese Artikel gelesen

  • Heute-App downloaden:
  • Heute App für iOS
  • Heute App für Android

Ihre Meinung

Fotoshows aus Politik (10 Diaserien)