Politik

FPÖ zwischen liberal und heimatlich

Die FPÖ sollte stärker für eine liberalere Wirtschaftspolitik eintreten, etwa für ein Leistungsprinzip bei Steuern, so Haimbuchner. Er hätte auch nichts gegen eine insgesamt liberalere Ausrichtung der Partei, "wir müssen an Profil gewinnen und dürfen weder rechts noch links anstreifen".

Soziale Heimatpolitik und/oder liberale Wirtschaftspolitik
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will von einer liberaleren Ausrichtung seiner Partei nichts wissen. Die FPÖ sei eine "Mitte-Rechtspolitische Kraft", erklärte er gestern gegenüber Ö1. Eine entsprechende Kursänderung werde es nicht geben, er stehe jetzt schon für Liberalität, Freiheit und mehr Freiheitsrechte. Generalsekretär Vilimsky wiederum galube, Haimbuchner sei nur "unvollständig zitiert" worden. Denn der Chef der oberösterreichischen FPÖ sei ein Vertreter einer patriotischen Politik und nicht klassisch wirtschaftsliberal. In der "sozialen Heimatpolitik" der FPÖ sei aber ohnehin auch Platz für eine "liberale Wirtschaftspolitik".

"Voll und ganz" hinter Strache
Die Kritik an Strache und dessen Kurs sorgt bei der FPÖ aber offenbar doch für helle Aufregung - zumindest hatte sie gestern eine regelrechte Lawine an Solidaritätsbekundungen für den eigentlich fest im Sattel sitzenden Parteichef zur Folge. Generalsekretär Herbert Kickl machte gestern den Anfang und wies Amanns Kritik vehement zurück - kurz darauf folgte mit der gleichen Absicht Vize-Parteichef Norbert Hofer. Auch der Kärntner FPÖ-Obmann Harald Jannach betonte, dass man "voll und ganz" hinter Strache stehe.

Als eine der Konsequenzen nach der Bundespräsidentenwahl hat Strache bereits angekündigt, die Parteispitze zu erweitern. "Ich werde das Team, das ich rund um mich habe, besser gestalten und besser sichtbar machen", erklärte er gegenüber der APA.


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