"Verrat am Steuerzahler"

Fekter "verschenkte" City-Luxus-Grundstücke

2 Grundstücke auf der Mölkerbastei wechselten um einen Spottpreis den Besitzer

2 Grundstücke auf der Mölkerbastei wechselten um einen Spottpreis den Besitzer

Mehr Fakten
2 Grundstücke auf der Mölkerbastei wechselten um einen Spottpreis den Besitzer

2 Grundstücke auf der Mölkerbastei wechselten um einen Spottpreis den Besitzer

Da wird sich der Sohnemann aber gefreut haben: Der Filius der damaligen ÖVP-Nationalratsabgeordneten Edeltraud Lentsch bekam von der Kollegin der Mama, Maria Fekter, zwei Grundstücke in bester Innenstadtlage um 15.000 Euro. Der Sohn machte damit 4.500 Prozent Gewinn!

Schade eigentlich, dass der Sohnemann Michael Lentsch kein Student mehr ist, denn er hätte nur drei Minuten zur Uni gebraucht. Stattdessen arbeitet der glückliche neue Besitzer der "Schnäppchen"-Grundstücke als Anwalt.

Wie das "profil" in seiner Montagsausgabe aufdeckt, hat die Liegenschaftsverwaltung von Michael Lentsch die Luxus-Grundstücke vom dem Innenministerium unterstehenden Stadterweiterungsfonds gekauft. Schon 2008 ging diese Transaktion über die Bühne. Bei diesem geringen Geldwert kann kaum von einem Verkauf gesprochen werden.

"Verrat am Steuerzahler", Kritik vom Rechnungshof
"Die damalige Innenministerin Maria Fekter hat die Grundstücke quasi verschenkt. Das ist Verrat am Steuerzahler", sagt der Grüne Werner Kogler. Auch der Rechnungshof hatte den Verkauf im Mai scharf kritisiert: Einem Gutachten zufolge wären die Grundstücke 680.000 Euro wert gewesen, der Stadterweiterungsfonds hat sie 2008 zum Spottpreis von 15.000 Euro an die Liegenschaftsverwaltung verkauft. Ebenfalls Teil des Gutachtens: Die Grundstücke in bester Lage könnten theoretisch unterirdisch bebaut werden.

4.500 Prozent Gewinn
Die Grünen wollen nun mit einer parlamentarischen Anfrage die Hintergründe des Verkaufs klären, mit dem der Politiker-Sohn 675.000 Euro verdiente. Nur zum auf der Zunge zergehen lassen: Das sind 4.500 Prozent!

APA/red.

Ihre Meinung