Politik

Gaddafi narrt die Schweiz

Vor rund einem Jahr wurde in der Schweiz Gaddafis Sohn Hannibal verhaftet, weil er zwei Zimmermädchen misshandelt haben soll. Zwei Tage später war dieser nach Zahlung einer Kaution in der Höhe von 40.000 Euro wieder auf freiem Fuß. Papa G. war derart erbost, dass er zwei unbescholtene Schweizer, die in Libyen geschäftlich zu tun hatten, festnehmen ließ. Außerdem legte Gaddafi sämtliche diplomatischen Beziehungen mit der Schweiz auf Eis.


Ein monatelanges Tauziehen folgte, Gaddafi sorgte mit skurrilen Aussagen für Kopfschütteln. Unter anderem schlug er vor, die Schweiz zu teilen und auf die Nachbarländer aufzuteilen.


Schweizer bald frei?

Mitte August kam wieder Bewegung in die Angelegenheit. Um die Freilassung der beiden schweizer Geschäftsmänner zu erwirken, entschuldigte sich Bundespräsident Hans-Rudolf Merz offiziell für die Verhaftung Hannibals. Dazu reiste er sogar persönlich nach Tripolis. Dafür hagelte es von der Öffentlichkeit herbe Kritik: Dass sich die unabhängige Schweiz von einem Gebieter schikanieren lässt, sei unwürdig.


Gaddafi bleibt trotz Entschuldigung bockig und lässt die Quasi-Geiseln weiterhin nicht ausreisen. Merz ließ sogar einen Jet der Regierung nach Tripolis schicken, um die Männer heimzuholen. Die Schweizer bekamen zwar ihren Reisepass zurück, doch die Zustimmung des libyschen Justizministeriums erhielten sie nicht. Deshalb kehrte der Regierungsjet ohne die Männer in die Schweiz zurück.


Insider spekulieren, dass Gaddafi die beiden Herren am 1. September freilassen wird. An diesem Tag feiert der Diktator Jahrestag der libyschen Revolution.



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