Nach Balkan-Gipfel

Griechenland zieht Botschafterin aus Wien ab

Griechische Botschaft in Wien, kl. Foto: Botschafterin Chryssoula Aliferi

Griechische Botschaft in Wien, kl. Foto: Botschafterin Chryssoula Aliferi

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Griechische Botschaft in Wien, kl. Foto: Botschafterin Chryssoula Aliferi

Griechische Botschaft in Wien, kl. Foto: Botschafterin Chryssoula Aliferi

Griechenland ist seit dem Balkan-Gipfel in Wien nicht gut auf uns zu sprechen und stinksauer, weil es nicht eingeladen wurde. Am Donnerstag wurde die Botschafterin in Wien nach Athen zurückgeordert. 

Griechenland stimmt über die Zukunft ab

Die Griechen sind nicht gut auf uns zu sprechen

Diplomatische Verstimmung zwischen Griechenland und Österreich nach dem Balkan-Gipfel: Chryssoula Aliferi (58) muss nach Griechenland zurück. Die griechische Regierung will "Rücksprache" mit der Botschafterin halten. Zwar haut der griechische Außenminister nicht explizit auf Österreich hin, die Begründung für den Abzug der Botschafterin ist, dass die "großen Probleme der Europäischen Union nicht "mit Geisteshaltungen, Mentalitäten und eigenmächtigen Maßnahmen gelöst werden" können, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hätten. Die EU müsse vor "einigen Beteiligten geschützt werden, die historisch ahnungslos" seien. Griechenland war auf dem Wiener Gipfel nicht eingeladen.

Botschafterin Aliferi werde abgezogen, um "freundschaftliche Beziehungen zwischen den Staaten und der Bevölkerung von Griechenland und Österreich"zu bewahren. 
Botschafterin übergab Außenministerium Beschwerde
Am Montag hatten die Griechen der österreichischen Botschafterin in Athen eine offizielle Beschwerde überreicht. Darin wurde unser "unfreundlicher Schachzug" gerügt. Zur gleichen Zeit musste Botschafterin Aliferi ins Außenministerium in Wien, um dort ebenfalls eine Beschwerde zu deponieren. 

Mikl-Leitner: Griechenland unfähig, eigene Außengrenze zu schützen
Die Reaktion in Wien auf den Abzug der Botschafterin ist unterkühlt. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner erklärte jedoch beim EU-Innenministerrat in Brüssel, dass Österreichs Verhalten daraus resultiere, dass Athen unfähig sei, seine eigene Außengrenze zu schützen. "Wenn Griechenland das nicht kann, liefert es sich das beste Argument, warum andere handeln", zitiert der "Kurier" die Ministerin. 
Aliferi, sie ist seit April 2014 Botschafterin der Hellenischen Republik in Österreich und Ständige Vertreterin bei den Internationalen Organisationen in Wien, ist verheiratet mit Dimitri Yannakakis, Botschafter der Hellenischen Republik in Ungarn. Sie hat zwei Söhne, Ioannis (1992) und Nikolaos (1994)
 

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