Politik

Grüner Polit-Skandal im oö. Landtagswahlkampf

Mit Worten wie „scheiß Kanaken“ (siehe Faksimile) wurde der Versuch unternommen, in den Verteiler des vom „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands“ als rechtsextrem eingestuften BfJ zu kommen. Verwendet wurde dabei eine Freemail-Adresse und der Deckname „Konrad Freiherr“ – was aber nur scheinbar Anonymität versprach. Denn: Via so genannter IP-Adresse – eine Art „Nummernschild“ eines Internetanschlusses – konnte der Kontakt von einem IT-Experten der Exekutive zurückverfolgt werden. Die Spur führte Uwe S. zu den Grünen – just jener Uwe S., der im Verdacht steht, im Juli 2009 in Kooperation mit Grünen-Nationalrat Josef Öllinger freiheitliche Politiker bespitzelt zu haben. Ein Untersuchungsausschuss dazu ist im Parlament angelaufen.

Die Landesgeschäftsführerin der oö. Grünen, Lätitia Gratzer, dementiert alles auf „Heute“-Anfrage: „Das wurde nicht an meinem Computer geschrieben.“ Sie schließe auch aus, dass ein Mitarbeiter das E-Mail verfasst haben könnte. „Ich habe mir nur einmal vor Jahren die Homepage des BfJ angesehen, aber nicht von meinem Rechner“, erklärt sie. Landessprecher Anschober schließt auch einen Kontakt aus: „Das kann nur eine Fälschung sein. Wir müssen uns die Sache auf jeden Fall ansehen.“

Jürgen Tröbinger


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