Politik

Grüner Polit-Skandal im oö. Landtagswahlkampf

Mit Worten wie „scheiß Kanaken“ (siehe Faksimile) wurde der Versuch unternommen, in den Verteiler des vom „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands“ als rechtsextrem eingestuften BfJ zu kommen. Verwendet wurde dabei eine Freemail-Adresse und der Deckname „Konrad Freiherr“ – was aber nur scheinbar Anonymität versprach. Denn: Via so genannter IP-Adresse – eine Art „Nummernschild“ eines Internetanschlusses – konnte der Kontakt von einem IT-Experten der Exekutive zurückverfolgt werden. Die Spur führte Uwe S. zu den Grünen – just jener Uwe S., der im Verdacht steht, im Juli 2009 in Kooperation mit Grünen-Nationalrat Josef Öllinger freiheitliche Politiker bespitzelt zu haben. Ein Untersuchungsausschuss dazu ist im Parlament angelaufen.

Die Landesgeschäftsführerin der oö. Grünen, Lätitia Gratzer, dementiert alles auf „Heute“-Anfrage: „Das wurde nicht an meinem Computer geschrieben.“ Sie schließe auch aus, dass ein Mitarbeiter das E-Mail verfasst haben könnte. „Ich habe mir nur einmal vor Jahren die Homepage des BfJ angesehen, aber nicht von meinem Rechner“, erklärt sie. Landessprecher Anschober schließt auch einen Kontakt aus: „Das kann nur eine Fälschung sein. Wir müssen uns die Sache auf jeden Fall ansehen.“

Jürgen Tröbinger

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4 Kommentare
soulcatcher Veteran (210)

Antworten Link Melden 0 am 31.08.2009 10:53

die header der email ist doch beweis genug - zumindest als ermittlungsansatz für die kripo. bin neugierig, das dabei rauskommt. plump und dumm - so wie ich die linken kenn zwinkern

unbekannt Newcomer (2)

Antworten Link Melden 0 am 31.08.2009 13:07 als Antwort auf das Posting von soulcatcher am

Dann sieh Dir mal das Faksimile an, das aus mehrern teilen zusammengeschnitten ist (verschiedene Auflösung!)
Außerdem beruft man sich auf einen Bericht des Verfassungsschutzes. So wie dieser Text aufgesetzt ist, sieht es eher nach einer Presseaussendung eines Mitbewerbers aus.
Ob hier die "journalistische Sorgfaltspflicht" beachtet wurde?
Aber egal, die Entgegnung kommt in einem 3/4 Jahr, wenn sich keiner mehr für die Sache interessiert....

weissmueller Veteran (232)

Antworten Link Melden 0 am 31.08.2009 09:45

ist das leider fahrlässig. Prinzipiell ist das ja nichts anstößiges, jeder versucht Futter vom politischen Gegner zu erhalten. Aber wenn sich die Grünen so dumm anstellen - wo sie doch die jüngste und vermeintlich technisch aufgeschlossenste Partei sein wollen.

unbekannt Newcomer (2)

Antworten Link Melden 0 am 31.08.2009 09:15

Ohne jegliche Beweise wird hier eine Schlagzeile konstruiert, die dazu geschaffen ist, einem Wahlwerber 2 Wochen vor der Wahl entscheidend zu schaden.
Dann finden sich im Werbeteil der Printausgabe bezahlte Anzeigen der politischen Mitbewerber.

ein Schelm der dabei Böses denkt....?

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