Stöger will helfen

Hunderte Reha-Plätze für Kinder fehlen

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Es fehlt an Reha-Plätzen für Kinder.

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Es fehlt an Reha-Plätzen für Kinder.

Reha-Plätze für Kinder sind in Österreich Mangelware. Das kritisiert die österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. Es sei vieles in Bewegung, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger dagegen zu den Vorwürfen.

Es werden weitere Leistungsangebote aufgebaut, sagte Stöger im Ö1-Mittagsjournal am Mittwoch. "Ich habe hier die Institutionen dazu veranlasst, sukzessive das Angebot zu erweitern", betonte Stöger. Grundsätzlich sei für die Therapien für Kinder aber die Sozialversicherung zuständig.

Bernhard Wurzer vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger gibt Probleme zu, die Situation werde aber besser. Im Bereich Kinder- und Jugendgesundheit würden aber derzeit Therapieplätze ausgebaut.

"Nur 52 Kinder-Reha-Betten"
4.000 bis 6.000 Kinder und Jugendliche würden jährlich in Österreich Rehabilitationsmaßnahmen brauchen, wofür österreichweit 350 bis 450 Rehabilitationsbetten erforderlich wären. "Tatsächlich gibt es gerade einmal 52 Kinder-Reha-Betten und auch die sind auf Monate hin ausgebucht", kritisierte Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, anlässlich des Tages des Kindes am 20. November.

"Totalblockade der Länder"
Die Umsetzung scheitert laut Steinhart an den Ländern, die sich nicht an der Finanzierung von vier geplanten Kinder-Reha-Zentren beteiligen wollen. "Wir haben einen fundierten, vom Ministerium abgesegneten Reha-Plan, wir haben die Bereitschaft der Sozialversicherung, ihren Anteil zu finanzieren. Und wir haben - einmal mehr - die Totalblockade der Länder", sagte der Vizepräsident.

"Für Tausende Schlag ins Gesicht"
"Wir kämpfen seit 14 Jahren auf Basis von Zahlen und Fakten für den Aufbau einer Kinderrehabilitation in eigenen Kinder-Reha-Zentren. Die Weigerung der Länder, ihren Teil zur Finanzierung beizutragen, ist daher für Tausende Betroffene ein Schlag ins Gesicht", sagte der federführende ärztliche Verhandler und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ), Professor Reinhold Kerbl.

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