Alarmierende Statistik

Jeder zweite Asylwerber wird angezeigt

Afghanische Flüchtlinge an der serbisch-mazedonischen Grenze

Die Statistik weist die Daten der Jahre 2004 bis 2014 aus

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Afghanische Flüchtlinge an der serbisch-mazedonischen Grenze

Die Statistik weist die Daten der Jahre 2004 bis 2014 aus

Jeder zweite Asylwerber in Österreich wird angezeigt. Eine geringe absolute Zahl der angezeigten Delikte, steht einem hohen relativen Anteil in dieser Bevölkerungsgruppe gegenüber. Die häufigsten Anzeigen betreffen Menschen aus Algerien und Georgien, wie Analysten des Bundeskriminalamts angeben.

Bei den geklärten Straftaten in den Jahren 2003 bis 2014 wurden in drei bis fünf Prozent der Fälle Asylwerber als Täter angeführt. Ihr Gesamtanteil in der Bevölkerung hingegen beträgt nur zwischen 0,1 und 0,3 Prozent.

In der vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Statistik fallen nur jene Asylwerber, die tatsächlich legal in Österreich wohnen. Menschen, die während der Verfahren in die Illegalität oder ins Ausland verschwinden, sind nicht erfasst. Aufgrund dieser Berechnungsmethode zeigt sich, dass zwischen 2004 und 2014 pro Jahr fast jeder zweite Asylwerber strafrechtlich tatverdächtig wird. Der Wert bewegte sich stets zwischen 41 und 62 Prozent.

Die meisten Angezeigten kommen aus Algerien mit 155 Straftaten pro 100 Anträge, gefolgt von Georgien (151) und Nigeria (129). Männer sind überproportional vertreten, sie sind für 80 Prozent der Taten verantwortlich. Die Analysten des Bundeskriminalamts sprechen von einer hohen Anzahl an "perspektivlosen Menschen".

Bei den Taten sind finanzielle Motive ausschlaggebend. Fast zwei Drittel aller angezeigten Taten fallen in die Bereiche Drogen- und Eigentumskriminalität. Relativ gering hingegen ist der Anteil bei Sexualstraftaten (1,2 Prozent), bei Österreichern sind es in diesem Bereich mit 1,6 Prozent mehr. Auch bei Delikten gegen Leib und Leben ist der Anteil unter Asylwerbern (rund 16% an allen Delikten unter Asylwerbern) im Vergleich zu Österreichern (rund 35 %) relativ gering.

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