Absage als Kandidat

Knalleffekt: Pröll tritt nicht zur Bundespräsidentenwahl an

Mitterlehner Pröll

Mitterlehner (re.) trifft Pröll in St. Pölten.

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Mitterlehner (re.) trifft Pröll in St. Pölten.

Knalleffekt bei der bevorstehenden Bundespräsidentenwahl! In der "ZIB 2" ließ am Donnerstag ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner eine politische Bombe platzen. Der als Fixstarter geltende niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll wird nicht bei der Wahl um die Hofburg antreten. Einen ÖVP-Kandidaten wolle man am 10. Jänner präsentieren.

Da am Sonntagabend im Bundesparteivorstand die Entscheidung über den schwarzen Kandidaten fallen wird, gingen Partei-Insider davon aus, dass sich Mitterlehner am Donnerstag Prölls "Ja" holt. Sein Start bei der Wahl galt als fix. Als Grund für die Absage nannte Mitterlehner nun aber, dass Pröll als Landeshauptmann gewählt und seine Amtsperiode nicht vorbei sei.

"Ich kann bestätigen, dass ich Erwin Pröll für einen guten Kandidaten halte. Er hat mir aber einige Tage vor Weihnachten gesagt, dass er aufgrund seiner Lebensplanung als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl nicht zur Verfügung steht. Ich konnte in aller Ruhe den besten Kandidaten finden. Den werde ich am Sonntag vorschlagen", so Mitterlehner in der "ZIB2".

Karas? Leitl? Fischler?
Wer nun der ÖVP-Kandidat sein wird, ließ Pröll bis zur Entscheidung im Bundesparteivorstand damit offen. Man habe jedenfalls jede Menge "ausgezeichneter" Kandidaten. Dazu, ob Mitterlehner für den künftigen Kandidaten dann das Regierungsteam umbilden müsse, äußerte sich der ÖVP-Chef ebenso nicht. Als mögliche Kandidaten gelten nun Othmar Karas, Christoph Leitl oder Franz Fischler.

Auch für die anderen Parteien geht es in die heiße Phase: Die SPÖ entscheidet am 15. Jänner über ihren Kandidaten. Am gleichen Tag trifft sich der FP-Parteivorstand in Wien.

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