08.02.2010 um 12:39 Uhr Politik
Mensdorff: "Habe mir nichts zuschulden kommen lassen"
© Phil Noble / Reuters /A.Tischler/Fotomontage
© Phil Noble / Reuters /A.Tischler/Fotomontage
BAE Systems zahlte eine Strafe von rund 330 Millionen Euro - Mensdorff-Pouilly ist somit frei
"Ich bin froh, wieder in Österreich zu sein, und werde nun auch hier beweisen, dass ich mir nichts habe zuschulden kommen lassen", soll Mensdorff nach seiner Landung dem Nachrichtenmagazin News anvertraut haben. Ins Detail wollte er nicht gehen: "Wir konzentrieren uns jetzt darauf, voll mit den österreichischen Behörden zu kooperieren, aber nicht Medienarbeit zu leisten."
BAE freigekauft
Der am 29. Jänner in London festgenommene Mensdorff-Pouilly war am vergangenen Freitag auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem das gegen ihn anhängige britische Verfahren eingestellt worden war. Basis dafür war eine Vereinbarung, welche die britische Anti-Korruptionsbehörde Serious Fraud Office und das US-Justizministerium mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems getroffen hatten.
Anwalt glaubt an Verfahrenseinstellung
Der Konzern hatte sich zu Aktivitäten in Tansania, in die offenbar auch Mensdorff-Pouilly verwickelt war, formell schuldig bekannt und sich bereit erklärt, eine Kulanzzahlung von 30 Millionen Pfund zu begleichen. Im Gegenzug wurde von einer weiteren behördlichen Verfolgung der Vorgänge in Afrika abgesehen. Mensdorffs Anwalt hat keinen Zweifel, dass es auch in Österreich zu einer Verfahrenseinstellung kommen wird.
APA/red.
"PfaffeXY" schrieb am 15.02.2010 13:29
Wie weiter unten angemerkt...
"Ich habe stets nur im Interesse der Republik gehandelt."
"Ich habe damit genau nichts zu tun!"
"Ich habe ein absolut reines Gewissen."
KHG, neuerdings ähnlich auch AMP.
"ol1ver" schrieb am 09.02.2010 23:21
wenn ein Negerstamm Waffen kauft ???
"Point" schrieb am 09.02.2010 09:10
BM Darabosch als Ankläger und als Richter- BK Faymann. Zumindest spielen sie sich als solche auf. Egal was die anderen sagen. Es muß nach deren Ansicht unbedingt zu einer Verurteilung kommen! Oder?
"antese" schrieb am 08.02.2010 17:53
Klarer Fall: Wie Grasser
Die Superlative der Sauberkeit und Lauterkeit gehen aber schön langsam aus
"schnellboot" schrieb am 06.02.2010 12:02
Sehr Interessant. BAE Systems zahlt 334 Millionen um die Affäre aus der Welt zu schaffen. Klar ist natürlich, daß ein Rüstungskonzerz kein Interesse daran hat, wenn in den Medien berichtet wird das er Kunden mit Schmiergeldern kauft. In Österreich, Ungarn und Tschechien werden sicher einige Herrschaften froh sein das der Graf "unschuldig" ist. Das die Einzelperson (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) Dreck am Stecken hat wird durch diesen Deal nur bestätigt.
Rüstungskonzerne sind ja soooo seriös...
Bei den Deals der Rüstungskonzerne geht es um Milliarden, geschmiert wurde schon immer, nur die Einzelperson war halt so deppert und hat sich erwischen lassen. Aber Geld regiert die Welt, und mit 334,Millionen kann man so eine Lapalie locker begleichen.
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