09.02.2010 um 00:39 Uhr Politik

Nur in Österreich: Häftlinge leben schöner als Soldaten

Wunderbare Glasfassaden, Wohlfühl-Ambiente wie in einem Vier-Sterne-Hotel und dazu ein topmodernes Fitnesscenter: Die Republik investierte kürzlich 23 Millionen Euro in den Neubau der Justizanstalt Leoben (Stmk.) – und lässt gleichzeitig ihre jungen Bundesheer-Soldaten in maroden Nazi-Bauten hausen. Damit wohnen viele Verbrecher wesentlich besser als die meisten Grundwehrdiener . . .
Als „Zumutung“ wertete jetzt auch die Volksanwaltschaft die Unterbringung der jungen österreichischen Soldaten (wir berichteten). Und tatsächlich sind noch immer Jahr für Jahr Tausende Grundwehrdiener in Kasernen aus der Nazi-Zeit untergebracht – manche müssen zum Duschen sogar ins nächste Gebäude. Der Verteidigungsminister weist jede Schuld – glaubhaft – von sich: Mit 80 Millionen Euro hat Darabos für heuer ohnehin das höchste Bauinvestitionsvolumen innerhalb der vergangenen zehn Regierungsjahre (und sein Ressort durfte ja auch noch den „Eurofighter“-Schuldendienst übernehmen).

Vielmehr dürfte die Misere darin liegen, wie die Mittel von uns Steuerzahlern verteilt werden: So leistete sich die Republik über die BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) den Neubau der Justizanstalt Leoben (Stmk.) – um die 23 Millionen Euro Baukosten. Und: Alleine 90.000 Euro zahlte das Justizministerium 2004 für den Umbau eines Personalwohnhauses der Justizanstalt Graz-Karlau in ein „Freigängerwohnheim“.

Richard Schmitt

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14 Kommentare von unseren Lesern

"KEINBLATTVORMUND" schrieb am 10.02.2010 11:10

Antwort auf Nicht zu fassen!
VOLL RICHTIG --DA HABEN SIE AUCH DUSCHEN MIT MEHR ALS 10 LÖCHER IN UNMITTELBARER NÄHE!!

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"rita1" schrieb am 09.02.2010 23:27

Grundwehrdiener
Jaja ein Verbrecher müsste man sein.

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"ottakringerischer" schrieb am 09.02.2010 20:39

das passiert....
....wenn der staat einen zivi aus den 1980ern, der dem dienst mit der waffe in der hand abgeschworen hat, und somit seiner verwendung, werden bei der polizei, noch bei anderen bewaffneten einheiten zugestimmt hat, heute zum VERTEIDIGUNGSMINISTER macht!!!!!!!????

PERVERS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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"silver." schrieb am 12.02.2010 20:08

Antwort auf das passiert....
Seit wann zieht ein Verteidigungsminister in den Krieg? Selbst ein gestählter Kriegsveteran würde als Verteidigungsminister nichts anderes machen, als saloppe Büroarbeit. Und dazu braucht man keine Waffe.

Aber so hoch kann die allgemeine Bevölkerung nicht denken, daher die Buhrufe.

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"phoenix" schrieb am 09.02.2010 16:23

Soldaten
Also, mir ist bekannt, das seit fast 20 Jahren, die meisten Burschen "Heimschläfer" haben. Etlichen Freunde hatten damals nur die ersten 6 Wochen Grundausbildung in der Kaserne verbringen müssen, -danach sind sie in Wien wie in die Arbeit gefahren. 7-16 Uhr. Und in der gesammten Zeit, hatten sie 2,3mal diese Sam/Son Dienste.Mein damaliger Freund hatte es sogar eilig in der Früh in die Kaserne zu kommen, denn dann konnte er nochmals ausgiebiger als zu Hause frühstücken. Auch mußte er dort nie duschen. (nur eben die ersten paar Wochen) Und das ist sicher eine schönere Zeit als im Gefängnis.

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