05.02.2010 um 06:28 Uhr Politik

Pension für Ausländer: 25 EU-Länder klüger?

Der Skandal um 620-Euro-Pensionszahlungen der Republik an Rumänen oder Bulgaren: Wie „Heute“-Recherchen zeigen, reglementiert nur ein EU-Mitgliedland die Rentenzahlung an EU-Ausländer so lasch wie Österreich – nämlich Schweden. 25 andere EU-Nationen zahlen erst, wenn Versicherungsjahre im Land dokumentiert sind. Und haben daher kein Problem mit möglichem Sozialbetrug.
Mehr als vier Millionen Euro kostet die Überweisung der Ausgleichszulagen-Differenz an Ausländer bereits die österreichischen Steuerzahler pro Jahr. Tendenz steigend.

Denn – wie berichtet – spricht sich in Rumänien und Bulgarien rasch herum, dass man die kleine Mindestpension (100 Euro) nur gegen Vorweis eines Meldezettels, der einem eine Adresse in der Alpenrepublik bescheinigt, auf mehr als 700 Euro aufbessern kann. Die Differenz der rumänischen Pension zur österreichischen Ausgleichszulage muss dann nämlich laut EU-Norm in Österreich ausbezahlt werden.

Pension für Rumänen: Keine Beitragspflicht …

Das Sozialministerium beteuert natürlich, dass „bei jedem begründeten Verdacht des Sozialbetrugs sofort eingeschritten“ werde. Und: Es gebe auch Fälle, wo dies ja umgekehrt möglich wäre …

Nur: Allein Luxemburg zahlt eine höhere Mindestpension (1500 Euro monatlich) als Österreich – aber verlangt vor einer Auszahlung den Vorweis einer Mindestversicherungsdauer im Land. Wie 24 andere EU-Nationen auch. Also: Um eine höhere Mindestrente zu ergattern, müssen Anträge in Österreich oder Schweden gestellt werden – sonst wird’s a) ein Verlustgeschäft oder b) sofort abgelehnt.

In einem Brief an „Heute“ betont die rumänische Botschafterin in Wien, Silvia Davidoiu, dass es sich bei den Überweisungen nach Rumänien „nicht um ein Massenphänomen handelt“. Stimmt. Allerdings hat der Verwaltungsgerichtshof auch erst am 22. September 2009 diese von der EU ersonnene Vorgangsweise der Republik Österreich aufgezwungen …

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11 Kommentare von unseren Lesern

"kapstadt" schrieb am 12.02.2010 17:50

Pension für Ausländer
Es ist einfach unglaublich, wie sich Minister österreichfeindlich geben! Da wird unser Geld buchstäblich aus dem Fenster bzw. in den Rachen von Ausländern gesteckt, die nie in Ö gearbeitet und eingezahlt haben! Ein Skandal der Extraklasse, so wird unsere Heimat an den Rand des Ruin getrieben. Uns wird dann garantiert niemand helfen, siehe EU-Sanktionen!Diese Bande (Bundesregierung) gehört in die Wüste gejagt!!

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"goldberg60006" schrieb am 06.02.2010 21:12

FPÖ Wähler
Österreich muss sofort raus aus der EU!!!
Es ist 10 Jahre her seit der ersten Schwarz/Orangen Aufllage, damals hat die EU ein Boykott gegen Österreich gestartet, weil der EU Haider ''zu'' rechts war.
ABER 1.die eu hat trotzdem die beitragszahlungen von Ö an sich genommen
und 2.der Berlusconi ist der EU nicht zu rechts!!

Deswegen die Demokratie durch ein EU-Referendum stärken und austreten!!

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"schnellboot" schrieb am 06.02.2010 10:56

Gratisgeld
Wie, Bitte, ist es möglich, daß jemand, der nie einen Cent in unser Pensionssystem einbezahlt hat eine Ausgleichszulage zur Pension in seiner Heimat erhält?
Zur Meldung des EU-Büros Wien: "Bei Verdacht auf Missbrauch wird die Zulage nur bar ausgezahlt". Sind die schon total de..ert? Bei Verdacht auf Missbrauch sollte gar nichts ausbezahlt werden!

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"ottakringerischer" schrieb am 05.02.2010 16:44

„Xenophilie“....
...ist sicher heilbar!!!

Bitte liebe Politiker....BITTE...nehmen Sie entsprechende psychotherapeutische Hilfe in Anspruch!!!!!

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"skyrider" schrieb am 05.02.2010 12:32

Eigentlich ist es wie immer . . .
dem leidenden Steuervolk wird ja nur einmal mehr vor Augen geführt, welche Blindgänger von den gewählten Parteien ins Hohe Haus am Ring, geschickt werden! Wobei Blindgänger die allerschwächste Form jenes Zustandes ist, dem diese Gehirnakrobaten unterliegen!
Zwar heißt es, daß jedes Volk genau die Politiker bekommt, die es verdient - aber daß die arbeitsame Masse solche Versager mit dermaßen großer Schnauze, verdient hat . . . das kann mir niemand weismachen!

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