08.02.2010 um 08:01 Uhr Politik

Pflegegeld: Zahl der Bezieher steigt

3,6 Prozent mehr Menschen als 2008 bezogen im Vorjahr Pflegegeld. Insgesamt wurde die Beihilfe an fast 400.000 Österreicher ausbezahlt.
Die Zahl der Pflegegeldbezieher steigt weiter. Im Dezember 2009 erhielten mit 357.143 Beziehern um 3,6 Prozent mehr Personen Bundespflegegeld als im Dezember 2008. Das geht aus aktuellen Daten des Sozialministeriums hervor. Offen ist noch, wann genau die von Sozialminister Rudolf Hundstorfer angekündigten Änderungen bei der Bedarfserhebung kommen sollen.


76.494 Bezieher in Stufe 1

Von den zuletzt 357.143 Beziehern entfallen 76.494 auf Stufe 1, 119.104 auf Stufe 2, 58.993 auf Stufe 3, 52.232 auf Stufe 4, 31.730 auf Stufe 5, 12.057 auf Stufe 6 und 6.593 auf Stufe 7. Die Einstufung in die einzelnen Pflegestufen orientiert sich nach dem Pflegebedarf nach Stunden. Zu den Bundespflegegeldbeziehern kommen laut Sozialministerium noch 63.679 Betroffene, die ihr Pflegegeld von den Ländern beziehen (Stand Jahresende 2008). Damit liegt die Gesamtzahl der Pflegegeldbezieher bei mehr als 420.000 Personen.


Neues Verfahren für Einstufung
In Sachen Pflegegeld-Einstufung überlegt Hundstorfer, künftig neben den Ärzten auch das Pflegepersonal mitwirken zu lassen. Dies soll in einer Modellregion - in einem Bundesland oder einem Teil davon - ausprobiert werden. Ein Start noch heuer sei geplant, heißt es im Sozialministerium, wann genau ist offen. Es gebe Gespräche mit den Ländern und bisher keine negativen Rückmeldungen.


Noch unkonkreter sind die Bemühungen für den im Regierungsübereinkommen vereinbarten Pflegefonds. Die Bundesländer sind derzeit aufgefordert, bis April ihren zusätzlichen Finanzierungsbedarf - Pflege ist Ländersache - anzumelden. Wo das Geld herkommen soll, dafür gibt es "keine aktuellen Szenarien", hört man im Sozialministerium. Im Laufe des Jahres soll sich das konkretisieren.

APA/red.

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