Griechenland-Pleite

Polit-Streit um Griechen-Hilfe

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Am Ende zahlt der Steuerzahler. Die Frage, die sich wieder einmal stellt, ist: wie viel. Denn egal, ob Griechenland bankrottgeht oder die EU mit einem Rettungspaket einspringt, die Rechnung zahlen die Bürger.

Dass Finanzminister Pröll – im Gleichklang mit seinen EU-Amtskollegen – den Griechen mit bis zu zwei Milliarden Euro unter die Arme greifen wird, steht fest. Eine Staatspleite käme laut Wifo-Experte Schulmeister aber noch teurer.

Glawischnig: "Banken an Rettung beteiligen"
Davon ist auch Grünen-Chefin Eva Glawischnig überzeugt. Sie fordert jedoch auch jene auf zu helfen, die zuvor aus der Not Griechenlands Profit geschlagen haben: „Jene Banken, die aufgrund der Krise mit hohen Kreditzinsen Gewinne erwirtschaftet haben, müssen sich an der Rettung beteiligen.“

Bucher: "Griechen raus aus Euro"
Bevor Pröll also mit seinem Rettungspaket am 10. Mai nach Brüssel aufbricht, verlangt ihm die Opposition noch etliche Antworten ab: „Wir wollen wissen, wie Griechenland den Kredit an Österreich zurückzahlen wird“, stellt BZÖ-Chef Josef Bucher eine wesentliche Frage. Schließlich, so der Politiker, müsse unser Land das Geld selbst auf dem Markt aufnehmen. An einen EU-Ausschluss Griechenlands denkt Bucher allerdings nicht: „Die Griechen täten jedoch gut daran, sich aus der gemeinsamen Währungsunion zu verabschieden.“

Schärfere Töne schlägt FPÖ-Chef H.C. Strache an: „Griechenland soll seine alte Währung wieder einführen“, forderte er am Mittwoch. Darüber hinaus spricht sich Strache für den Ausschluss Griechenlands aus dem Euro aus.

Karin Strobl


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