Haider-Angriff "Pietätlos und feig"

Reaktionen auf Strache-Attacke: "Sonnenstich"

Gerald Grosz

Gerald Grosz zeigt sich empört und angriffslustig.

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Gerald Grosz zeigt sich empört und angriffslustig.

Die Abrechnung von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit dem verstorbenen Jörg Haider schlägt hohe Wellen. Das BZÖ, ehemalige politische Heimat Haiders, ist empört. Straches Angriff sei "pietätlos" und "letztklassig".


+++ Strache distanziert sich von altem Mentor +++

BZÖ-Chef Josef Bucher ist zornig: "Man muss einem Toten, der sich nicht mehr wehren kann, eine Mindestform an Respekt zollen." Hintergrund: Strache hatte am Dienstag mit seinem ehemaligen Mentor Haider regelrecht abgerechnet. Dieser sei vom System "korrumpiert" worden. Gipfel der Attacke: Haider habe ihn, Strache, "kaufen" wollen, indem er ihm einen Posten in der Regierung angeboten habe.

Internationale Schlagzeilen
"FPÖ stürzt ihren Säulenheiligen", schrieb etwa die Süddeutsche Zeitung. Jörg Haiders Witwe Claudia wollte die Angriffe Straches auf Heute-Anfrage nicht kommentieren. BZÖ-Justizsprecher Gerald Grosz reagierte hingegen angriffslustig. Strache sei "offenbar mit einem Sonnenstich" aus dem Ibiza-Urlaub zurückgekehrt.

"Seine Aussagen sind letztklassig und feig." Die von Grosz initiierte Jörg-Haider-Medaille "für Verdienste um die politische Erneuerung" soll es trotz der Skandale in Kärnten jedenfalls weiterhin geben. Grosz: "Warum nicht? Es gibt keinen Grund dafür, sie nicht mehr zu verleihen".

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