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17.07.2011

Reformpläne: Regierung will Frühpensionen einbremsen

Auf die Österreicher könnte schon bald die nächste Pensionsreform zukommen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer kündigte gegenüber der APA an, eine entsprechende Debatte für den Herbst ins Rollen bringen zu wollen. Dabei geht es in erster Linie um ein Maßnahmenpaket, das Ältere länger am Arbeitsmarkt verweilen lassen soll. Steuerliche Maßnahmen zur Einbremsung von Frühpensionen fordert unterdessen Finanzministerin Maria Fekter.

Pensionsreform

Pension: Das Antrittsalter für Frauen könnte schon bis 2024 an das der Männer angeglichen werden (© Fotolia)

Hundstorfer will eine schnellere Harmonisierung der unterschiedlichen Pensionssysteme von ASVG, Beamten, Gewerbetreibenden etc. diskutieren - dazu gehöre auch die Forderung nach einer rascheren Angleichung des Frauenpensionsalters an jenes der Männer. Ob er selbst dafür wäre, dass das Antrittsalter der Frauen früher als derzeit geplant (von 2024 bis 2033) angehoben wird, ließ Hundstorfer aber offen.

Zuschläge für längeres Arbeiten?
Vorschläge der Sozialpartner für Ältere am Arbeitsmarkt sollen, wenn es nach Hundstorfer geht, im Herbst präsentiert und diskutiert werden. Der Sozialminister kann sich dabei höhere Zuschläge für längeres Arbeiten vorstellen. In Sachen Altersteilzeit müsse der Trend in Richtung langsames Auslaufen gehen. Positiv sieht Hundstorfer die rückläufigen Zahlen bei der Invaliditätspension sowie der Rückgang der Neueintritte in die "Hacklerregelung". Hier sieht der SPÖ-Politiker gehöriges Einsparungspotenzial.

Frühpension: Steuerprivilegien sollen fallen
Finanzministerin Fekter will unterdessen Frühpensionen durch steuerliche Maßnahmen einbremsen. Das Steuerprivileg bei Golden Handshakes ist ihr dabei besonders ein "Dorn im Auge", wie Fekter im APA-Sommerinterview betonte. Konkret sollen solche Sonderabfertigungen für Frühpensionisten von den Unternehmen nicht mehr als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden können, denn das ist für Fekter eine "ungerechtfertigte steuerliche Subventionierung".

Auch für den Arbeitnehmer soll die derzeitige steuerliche Begünstigung von Golden Handshakes mit sechs Prozent wegfallen. Eine Begünstigung für Abfertigungen für Menschen, die mit dem gesetzlichen Pensionsalter in den Ruhestand treten, findet die Finanzministerin zwar gerechtfertigt, nicht aber bei Frühpensionierungen vor dem 60. Lebensjahr. Das würde nämlich das System doppelt belasten - durch die Pensionierung und durch die steuerliche Begünstigung. Das sei volkswirtschaftlich "doppelt unsinnig", so Fekter. Vom Koalitionspartner dürfte nicht viel Widerstand kommen, signalisierte jedenfalls Hundstorfer.

APA/red



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6 Kommentare von unseren Lesern

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Wilma (18)
17.07.2011 22:01

Pension ist ein Menschenrecht
Pension ist ein Menschenrecht.Jemand der genug Arbeitsjahre aufweisen kann, dem steht eine Pension zu.Jeder der weniger Arbeitsjahre hat sollte eine Grundpension bekommen.Wenn die Menschenrechte in der Weltpolitik immer mehr aufgeweicht werden, sollten diese Menschenrechte ein-geklagt werden, wenn die Menschenrechte von zu vielen Bürgern immer mehr bedroht und eingeschränkt werden.

0

Ricky (421)
17.07.2011 21:49

Danke Hr.Hundstorfer
dank Ihrer Regierung muß ich ein zweijähriges Martyrium über mich ergehen lassen. Nur weil Ihre Regierung das Geld das wir Österreicher eingezahlt haben den falschen Leuten in den ......bläst müssen Arbeitgeber die sich in 37Jahren krank gearbeitet haben u.bei denen kein einziges Gelenk mehr funktioniert ( beide Knie-OP, beide Schultern-OP u.kaputte Bandscheibe) schickanieren lassen. Mittlerweile habe ich Existenzängste u.Panikattacken wenn ich wieder auf ein Amt muß, und das obwohl ich seit 18 Jahren schon krank bin u. trotzdem solang es ging gearbeitet habe (37 Jahre insges.) für die Hacklerregelung um 3 Jahre zu wenig. Aber das Beamte sich Jahre nachkaufen und die Hacklerregelung in Anspruch genommen haben das ist OK?????????? Hätte mir nicht gedacht daß ich trotzdem ich immer gearbeitet habe mir derzeit wie ein Bettler vorkomme. Herzlichen Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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sindbad44 (39)
17.07.2011 19:24

NA SICHER
wir brauchen die Kohle für die Pleitestaaten wie Griechenland, Irland, Portugal etc.... Aber nur nicht für unsere eigenen Leute.

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Freiberuflic... (393)
17.07.2011 15:45

Aber die Hauptsache ist,
dass kriminelle Ausländer in Frühpension geschickt werden. Es muss eine sofortige Einstellung von Pensionen und sonstigen Sozialleistungen an Ausländer stattfinden. Dann ist genug Geld für unsere eigenen Leute da.

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stephan1 (87)
17.07.2011 15:04

Schandregierung
Wie war das vor der Wahl: Die Abfertigung wird nicht angegriffen. Die ganze Regierung ist ein Haufen von Lügnern, die hoffentlich bei der nächsten Wahl in die Wüst geschickt werden. Der Arbeiterverräter und Multifunktionär Hundsdorfer macht natürlich mit. Wenn es gegen die eigene Bevölkerung geht, haltet Rot und Schwarz zusammen. Dafür bekommen Angehörige von Ausländern, die in Ö gearbeitet haben, die aber persönlich zu Österr. keinen Bezug haben, künftig Pflegegeld aus Österreich. Danke Hr. Minister - und Sie genießen Ihre Vielfachbezüge als Betriebsrat, als Gewerkschafter, als Abgeordneter, als Minister usw. - ein paar Nebengeschäfterln werden Sie wahrscheinlich auch noch haben....

0

20er (1003)
17.07.2011 13:33

Wie lange?
Am besten so lange, bis man direkt in den Sarg kippt und keine Pesnionsansprüche geltend machen kann. Die Regierung bruahct ja dringend das geld für die Finanzspritzen maroder EU Länder und Zuwanderer. Da ist kein Platz mehr für die Senioren Die sich ihr Leben lang krumm gearbeitet haben und ihre Beiträge für den Schwachsinn unserer Politiker geleistet haben.
Also, sagen wir brav DANKE!!!


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