Im öffentlichen Dienst

Sebastian Kurz fordert Kopftuchverbot für Lehrer

Muslimische Lehrerin

Symbolbild

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Integrationsminister Sebastian Kurz befürwortet den Vorschlag, dass ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst gesetzlich verankert wird. Vor allem im sensiblen Schulbereich hält Kurz eine solche Regelung für sinnvoll.

Der Vorschlag des Integrationsexperten und Regierungsberaters Heinz Faßmann stößt bei Kurz auf offene Ohren. Vor allem im Schulbereich, also etwa bei Lehrern, kann sich der Integrationsminister vorstellen, ein Kopftuchverbot ins Integrationsgesetz aufzunehmen.

Stichwort Einflussnahme
Kurz begründet das auf folgende Weise: "Weil es dort um Vorbildwirkung und Einflussnahme auf junge Menschen geht. Österreich ist zwar ein religionsfreundlicher, aber auch ein säkulärer Staat", wird er von der APA zitiert.

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Kurz will das Kopftuchverbot im Zuge der Verhandlungen über das Integrationspaket mit Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) ansprechen. Weitere Punkte sind etwa ein Verbot der Vollverschleierung, ein Verbot der Koranverteilung durch Salafisten und gemeinnützige Arbeit für Flüchtlinge.

IGGÖ: "Diskriminierungspaket"
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) kritisiert Kurz für dessen Forderung. Eine derartige Maßnahme wäre "diskriminierend". Aus dem Integrationspaket würde ein Diskriminierungspaket, sagt IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun laut APA.

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