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16.08.2011

Sonntagsöffnung: Regierung erteilt Lugner eine Abfuhr

Geht es nach der Regierung,bleiben Geschäfte an Sonn- und Feiertagen weiter geschlossen. Einkaufstempel-Chef Richard Lugner hat, wie berichtet, geklagt. In einer von Kanzler Werner Faymann (SPÖ) unterzeichneten Stellungnahme kam jetzt die Abfuhr. Das letzte Wort zum Thema hat der Verfassungsgerichtshof (VfGh).

Lange Schlangen vor den Kassen, Blockabfertigung an den Eingängen: Supermarkt-Kunden am Wiener Praterstern mussten am gestrigen Feiertag Nervenstärke beweisen. Der dortige Billa darf öffnen, weil er sich in Bahnhofsnähe befindet. Die meisten anderen Geschäfte blieben zu.Und das soll auch so bleiben.

"Die Wochenendruhe ist wichtig für Erholung, Familienzusammenhalt und die soziale Integration der Arbeitnehmer",
argumentiert die Regierung laut ORF-Radio in einer Stellungnahme an den VfGh. "Unsinn", sagt Richard Lugner, der gegen die strikten Öffnungszeiten geklagt hat. "Wir sind das einzige Land, das keine generelle Sonntagsöffnung zulässt", empört sich der Baumeister gegenüber Heute.

Kein Mitarbeiter würde gezwungen
"Warum darf der Billa am Bahnhof offen haben und ich nicht?" Außerdem würde bei ihm kein Mitarbeiter zur Sonntagsarbeit gezwungen und der Feiertagsdienst kollektivvertraglich höher entlohnt werden. Der VfGH fällt seine Entscheidung im kommenden Frühjahr.

M. Jelenko, S. Knoll
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7 Kommentare von unseren Lesern

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kiwi1990 (2)
28.08.2011 19:48

Sonntagsöffnung soll eine Ausnahme bleiben!
Offene Geschäfte an Sonntagen sind Ausnahmen und sollten das auch bleiben. Montags bis Samstags müssen sich Verkäufer mit schwierigen Kunden und teilweise körperlich anstrengender Arbeit abärgern. Der Sonntag ist für sie oft der einzige Tag für die Familie! Kinder kommen schon wochentags oft nach Hause und beide Eltern sind in der Arbeit - sollen sie den Sonntag auch noch allein verbringen?

Die Sonntagsöffnung ist M. E. in erster Linie etwas, das den Betreibern der EKZ's etwas nutzt - unterm Strich kommt für die Angestellten nichts raus und wer seine Einkäufe in 6 Wochentagen nicht unterbringt kann es dann auch sonntags nicht organisieren - 5 Minuten nach ladenschluss wird er wieder merken dass etwas fehlt. Was wird dann gefordert? 24-Stunden-Öffnung? Vor 20 Jahren gab es noch nicht einmal den langen Samstag - Punkt 12 war alles zu. Damals ist auch niemand verhungert oder musste sich beschweren. Uns geht es einfach viel zu gut!

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unbekannt (7)
19.08.2011 07:46

Komisch
ist ja nur,das gerade die,die nix zu tun haben und den ganzen Tag Zeit haben,sprich keinen Verlust verspüren ohne Feiertag und Sonntag,die Befürworter sind,dieser Schnappsidee!!!

0

franzjosef08... (376)
22.08.2011 16:45

Junge Menschen dafür
Junge Menschen sind für die Sonntagsöffnung sowie während Feiertage.
Und das aus guten Grund, Jugendliche und Studenten haben durch den ganzen Lernstreß sowie Unterrichtszeiten die genauso lang wie Arbeitszeiten sind (berufsbildende höher Schulen wie HAK und HTL haben bis zu 40 Wochenstunden und diese Schüler müssen daheim auch Hausaufgaben noch machen) und manche AHS sogar Samstags-Schule.
Weil Österreichs Jugend nicht automatisch mit Unterrichtsschluss Freizeit hat (Schularbeiten,Tests, Hausaufgaben) ist es klar, dass diese nur am Sonntag wirlich Zeit haben.

0

leserfreund6... (2)
18.08.2011 20:20

Warum noch am Sonntag einkaufen gehen !
In der heutigen Zeit wo es den Kühlschrank gibt braucht keiner mehr am Sonntag auch noch Lebensmittel einkaufen. Mich stört es schon wenn am 8 Dezember offen ist denn wenn die Geschäftsleute so Geldgierig sind dann schaffen wir Weihnachten ab dann können Sie am 8,24,25 und 26.Dezember offen haben nur ob Sie dann auch noch ein Geschäft machen denn wer braucht Geschenke wenn es kein Weihnachten gibt. Ein freiwilliges Arbeiten am Sonntag wird es nicht geben denn wer von den Handelsangestellten nicht sich dazu bereit erklärt wird Irgendwann aus einen erfunden Grund entlassen , dass haben wir schon bei der Einführung des Einkaustag am 8 Dezember erlebt. Der Sonntag soll geschlossen bleiben.

0

Ghostrider (1)
17.08.2011 02:37

Veränderungsbedürftiges Gesetz
Gastronomiebetriebe dürfen sonntags geöffnet haben, also warum nicht auch Geschäfte? Kann ja mal vorkommen dass man einmal an einem Samstag nicht zum Einkaufen kommt. Da wäre es schon praktisch wenn man sonntags ins nächste Geschäft gehen kann, und sich nicht nur vor einem Praterstern Billa anstellen kann, wo man warten muss, bis die Security einen reinlässt, als würde man sich in einer Warteschlange vor dem Prater Dome befinden.
"Die Wochenendruhe ist wichtig für Erholung, Familienzusammenhalt und die soziale Integration der Arbeitnehmer".
Was soll das für eine Begründung sein? Was ist mit Arbeitnehmern, die sonntags arbeiten müssen? Will der VfGh mit dieser Aussage ausdrücken, dass diese Leute kein Recht auf die Wochenendruhe haben?
Anstatt lange herumzudiskutieren und sich widersprüchliche Ausreden auszudenken, sollte sich der VfGh dafür einsetzen, dass Unternehmen selbst entscheiden dürfen, ob die Geschäfte sonntags geöffnet haben, oder nicht.

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Holly03 (1)
16.08.2011 14:13

Öffungszeiten Sonntag/Feiertag
Das ist eine Frechheit! Sonntag gehört der Familie. Das ist der einzige Tag wo alle FREI haben!!!!!!!!!!!!!!!!!

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strolch25 (176)
16.08.2011 06:18

Kirche
Die Regierung hört auf die Kirche, und die Kirche ist dagegen. Aber die Kirche hat am Sonntag offen und der Pfarrer, der Messner und sogar Kinder (Ministranten) müssen arbeiten. Sauerei - grins.

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