Zwei Drittel zweifeln an Integration

Umfrage: 73 Prozent sind für den neuen Asyl-Kurs

Flüchtlinge werden registriert, befragt, mit Essen versorgt.

Flüchtlinge werden registriert, befragt, mit Essen versorgt.

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Umfrage

Der verschärfte Asyl-Kurs der Regierung stößt bei drei Viertel der Bevölkerung auf Zustimmung. Trotzdem trauen die Österreicher der EU eine Lösung der Flüchtlingskrise eher zu als den Einzelstaaten.

Applaus für Rot-Schwarz war zuletzt selten. Der Schwenk in der Asylpolitik wird nun aber heftig beklatscht, zeigt eine "Heute"-Umfrage von "Unique Research" (500 Befragte, 29.2.–3.3.).

Ergebnisse:
  • 73 Prozent finden den Kurswechsel "sehr positiv" oder "positiv", nur 25 Prozent "negativ".
  • 89 Prozent der FP-Wähler sehen ihn "positiv", groß die Zustimmung auch bei VP (79 Prozent) und SP (72 Prozent).
  • Dagegen: 63 Prozent der Grün-Fans finden den Schwenk falsch.
  • Je älter, desto größer ist die Zustimmung, Frauen sind eher dafür als Männer.
  • Knapp zwei Drittel glauben, dass die EU die Flüchtlingskrise besser lösen kann als Einzelstaaten. Bei diesem Punkt spielt das Alter der Befragten keine Rolle.
  • Nur FP-Wähler glauben mehr an Einzelstaaten als an die EU.
  • Nur 33 Prozent glauben, dass die Integration der nun ankommenden Flüchtlinge gelingen kann.
  • 10 Prozent der Grün-Wähler, aber nur je 3 Prozent SP-, VP-und FP-Wähler glauben, dass die Integration ganz sicher funktioniert. Bei Neos-Wählern sind es 0 Prozent!

Peter Hajek von "Unique Research": "Was Integration betrifft, sind die Menschen skeptisch, aber noch zu überzeugen. Nur jeder Fünfte ist felsenfest davon überzeugt, dass sie nicht gelingt."

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