Kopf an Kopf in Kanzlerfrage

Umfrage: Steuerreform verleiht Koalition Flügel

Für Kanzler Faymann (re.) ist die Reform »etwas Gewaltiges«, Vize Mitterlehner scheint noch zu hoffen.

Für Kanzler Faymann (re.) ist die Reform "etwas Gewaltiges", Vize Mitterlehner scheint noch zu hoffen.

Mehr Fakten
Sonntagsfrage

Die Koalition konnte mit der Steuerreform die FPÖ bremsen. Das zeigt eine Exklusiv-Umfrage von "Unique research" für "Heute" (800 Befragte).

Die SPÖ, im Dezember ex aequo mit den Freiheitlichen auf Platz zwei, überholte die Blauen wieder und liegt nur mehr einen Prozentpunkt hinter der ÖVP. Während sich die Grünen bei 12 Prozent stabilisieren, verlieren die Neos einen weiteren Prozentpunkt und kommen nun auf 7 Prozent.

Innerhalb der Regierung hat die Reform Kanzler Werner Faymann (SP) offenbar mehr genützt als seinem Vize Reinhold Mitterlehner. Lag der VP-Chef in der Kanzlerfrage im Dezember mit 26 Prozent noch fünf Prozentpunkte vor Faymann, kommt dieser jetzt bis auf 1 Prozent heran. FP-Chef Heinz-Christian Strache konnte sich von 16 Prozent nicht weiter verbessern.
Kanzlerfrage


Interessant: Die Zahl der Unentschlossenen ist in der Kanzlerfrage von 19 auf immerhin 26 Prozent gestiegen.
 
63 Prozent finden Aus für Bank-Geheimnis gut

Wie soll die Steuerreform gegenfinanziert werden? Die meisten Österreicher (73 Prozent) sagen: durch die Anhebung des Spitzensteuersatzes. Überraschend bereits auf Platz zwei liegt die Aufhebung des Bank-Geheimnisses bei Finanzprüfungen von Unternehmen.
Bonus-Malus-System


Am wenigsten anfreunden können sich die 800 Befragten mit der Anhebung der ermäßigten Steuersätze und der Verteuerung von Immo-Erbschaften
 
Mehrheit für Bonus-Malus

Firmen, die ältere Mitarbeiter ab 55 länger beschäftigen, sollen finanziell unterstützt werden. Diesen Plan finden 63 Prozent der Österreicher gut. Knapp ein Drittel lehnt das Bonus-Malus-System ab.
Steuerreform Gegenfinanzierung


Skepsis herrscht bei der früheren Anhebung des Frauen-Pensionsantrittsalters. 58 Prozent sind dagegen. Die SPÖ hat bei beiden Fragen die Mehrheit hinter sich.

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