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05.07.2011

Urlaub: So schützen Sie sich vor Kostenfallen

Wenn einer eine Reise tut – dann kann das gehörig ins Geld gehen. Damit das nicht passiert, hat „Heute“ die heimtückischsten Kostenfallen zusammengetragen – und verrät, wie diese am besten umgangen werden können.

Unabhängig davon empfiehlt sich der Abschluss einer Reiseversicherung, wie sie etwa ÖAMTC und ARBÖ anbieten. Mit einem Komplett-Schutz sind neben Reisestorno und -abbruch diverse medizinische Leistungen sowie die Rückholung im Ambulanzjet abgedeckt.

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Bei der Europäischen Reiseversicherung etwa kostet die Rundumsicherheit innerhalb Europas für eine vierköpfige Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder) 175 Euro. Damit nicht doppelt bezahlt wird – Kreditkarten beinhalten bereits ein Versicherungspaket, vor Abreise Bedingungen und Umfang überprüfen!

Übergepäck:
Vorsicht, das wird teuer! Passagiere, die am Flughafen mit einem zu schweren Koffer antanzen, zahlen etwa bei Air Berlin je nach Entfernung 15 bis 30 Euro pro Kilo über Limit. Die AUA lässt sich den Spaß mit bis zu 40 Euro abgelten. Vor Antritt der Reise also unbedingt über die jeweiligen Bedingungen informieren – und ab mit dem Koffer auf die Waage. Das spart Geld und Nerven.

Parken am Airport:
Autsch, die böse Überraschung wartet bei der Heimkehr. Wer das Auto zum Beispiel am Airport Wien abgestellt hat, blecht derzeit für eine Woche je nach Stellplatz 86,60 bis 146,70 Euro. Hat man gar versehentlich den Kurzparker erwischt, werden 621,60 Euro fällig! Rat: Mit dem Taxi (Fixpreis vereinbaren, Flughafentaxi anfordern) oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen fahren. 

Mietautos:
Grenzenloser Spaß – und womöglich ebensolche Kosten! Am billigsten ist’s, den Wagen von Österreich aus zu buchen. So hat man Zeit, Preise zu vergleichen und den passenden Pkw zu wählen. Wichtig: Darauf achten, dass eine Haftpflichtversicherung (Deckungssumme!) besteht. Ratsam ist auch Vollkasko. Für Extras (Kindersitz, Entleihen am Airport) können zusätzliche Kosten anfallen.

Handy-Roaming:
Es lebe die Kommunikation – doch surfen und telefonieren im Ausland können ein Riesenloch ins Budget reißen. Deshalb vorab beim heimischen Anbieter eines der günstigen Ferien-Zusatzpakete erstehen. Andernfalls am Smartphone unbedingt den Datenabruf deaktivieren. Viele Apps greifen nämlich automatisch und ungefragt aufs mobile Internet zu. Teuer!

Krank im Urlaub:
Die heimische Krankenversicherungskarte gilt nur in der EU, in Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz. In Ländern ohne Sozialversicherungsabkommen mit Österreich muss man Behandlungen selbst bezahlen, kann sie bei der Krankenkasse zur Erstattung einreichen. Bergungen und sündteure Rückholungen per Jet in die Heimat sind generell nicht gedeckt. In allen Fällen hilft eine Reisezusatzversicherung.

Kreditkarte:
Gut, wenn man eine hat, aber Vorsicht! Bankomat-Behebungen mit Kreditkarten (Code nötig!) in Euro kosten 3 % vom Betrag, mindestens aber ab 3,50 Euro (Visa, MasterCard). Bei Fremdwährungen fällt zusätzlich eine Manipulationsgebühr von 1 % an. Bei Zahlungen in Euro in der EU entstehen keine Kosten, bei Geschäften in Fremdwährungen sowie in Euro außerhalb der EU beträgt die Gebühr 1 %.

Geldumtausch, Bankomat:
Der Umtausch von Euro in Fremdwährungen im Zielland ist sauteuer. Billiger geht’s übers Konto bei der Hausbank. Ansonsten gilt: Euro-Geschäfte (abheben, bezahlen) mit einer Austro-Bankomatkarte in der EU sind in der Regel kostenlos. Beim Abheben von Fremdwährungen werden 1,82 Euro + 0,75 % des Betrags, beim Bezahlen an Bankomatkassen 1,09 Euro + 0,75 % der Kaufsumme fällig.

Markenfälschungen:
Rolex, Versace, Louis Vuitton & Co. – sind die günstig erstandenen Luxusartikel nicht echt, kann das eine Lawine kosten. Im Vorjahr sollte etwa eine Wienerin in Italien 1000 Euro bezahlen, eine Dänin wurde zu 10.000 Euro verdonnert. In Frankreich drohen Käufern von gefälschter Markenware sogar bis zu drei Jahre Gefängnis, in Österreich beträgt die maximale Strafe 15.000 Euro.

Verkehrsstrafen:
Bei Pkw-Reisen mit Vorschriften (Tempo, Alkohol, Ausrüstung) von Gastland und Transitländern vertraut machen! In Ungarn etwa werden seit 1. Juli Strafen von bis zu 1100 E sofort kassiert. Wer nicht blecht, riskiert die Beschlagnahme des Pkw. Nachgeschickte Strafzettel: Derzeit gibt’s nur mit Deutschland ein Abkommen, dennoch zahlen, will man das betreffende Land wieder besuchen!

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