Plan "nicht ehrlich"

VP-Ortschef: "Asyl auf Zeit soll nur Leute beruhigen"

Bürgermeister Schmuckenschlager

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Mutige Ansage des VP-Bürgermeisters von Klosterneuburg, Stefan Schmuckenschlager: Er kritisiert den "Asyl auf Zeit"-Plan (auch) seiner Partei als "nicht ehrlich". Der sei nur dazu da, die Leute zu beruhigen.

Im Interview mit dem Magazin von "SOS Mitmensch" sagt der Ortschef aus Niederösterreich: "Man beruhigt die Leute mit den drei Jahren, aber so wird das nicht stattfinden. Ich sehe jetzt schon, dass nach drei Jahren neue Fälle einer Arigona Zogaj auf den Titelseiten zu finden sind", befürchtet Schmuckenschlager. "Da werden Kinder dabei sein, die perfekt Deutsch sprechen, oder Männer, die mit der Feuerwehr ausrücken." Schmuckenschlager hat in seiner Stadt seit Jahren Flüchtlinge – "auch aus einer christlich-moralischen Verpflichtung heraus".

Klosterneuburg erfüllt aber trotz eines Quartiers in der Kaserne für 200 Menschen die 1,5-%-Quote nicht. Diese sieht 400 Flüchtlinge vor. Es gibt aber den Plan, in einem ehemaligen Hotel weitere Flüchtlinge unterzubringen. Dem sieht der Bürgermeister gelassen entgegen, denn das Freiwilligen-Engagement in der Stadt sei groß. Allein der Verein "Klosterneuburg hilft" zählt aktuell 800 Mitglieder.

Flüchtlingsansturm in Spielfeld

Flüchtlinge beim Grenzübertritt an der steirischen Grenze.
Flüchtlinge beim Grenzübertritt an der steirischen Grenze im Oktober.

Themen: Asyl Kritik Plan WOW ÖVP

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