Internationale Kooperation

Wien bekommt im April EU-Büro gegen Schlepperei

Schlag gegen Schlepper

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Bereits im April soll das Bundeskriminalamt in Wien ein Büro zur Bekämpfung von Menschenhandel eröffnen. Ein Hauptaugenmerk soll auf auf der engen Zusammenarbeit von Ermittlern verschiedener Staaten liegen. Man will so der organisierten Schlepperei auf der Balkanroute den Kampf ansagen. 

Die EU plant laut einem geleakten Dokument, in das "fm4.orf.at" Einsicht hat, 20 Maßnahmen und Projekte gegen illegale Einwanderung. Das Innenministerium bestätigte die Information. Österreich habe das Projekt angestoßen. Anfangs sei ein Büro zur Bekämpfung von internationaler Zuhälterei geplant gewesen. Da die Abläufe ähnlich sind, kann man auch mit den gleichen Methoden dagegen vorgehen. 
Oberst Gerald Tatzgern, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung von Schlepperkriminalität und Menschenhandel, erklärte, der Anstoß zu den Projekt sei die Flüchtlingstragödie im Sommer 2015 gewesen, bei der 71 Menschen in einem Schlepper-Lkw erstickten. Nur Stunden später wäre der erste Verdächtige festgenommen worden. Das sei nur möglich gewesen, weil man gute Kontakte zu ausländischen Kollegen gehabt hätte. 
Bei einem weiteren Projekt, dieses unter ungarischer Federführung, sollen Schlepperbanden zerschlagen werden. Ebenfalls in Planung sei eine europäische Küstenwache und eine EU-Grenzschutzbehörde, die einheitlich organisiert ist. 

BILDER DES TAGES

23.08.2016: Nigeria Boko Haram
23.08.2016: Abubakar Shekau ist der Chef von Boko Haram in Nigerien. Am Dienstag soll er nach Militärangaben bei eine Luftangriff "tödlich verletzt" worden sein, während er in Nordost-Nigeria in einem befestigten Lager gebetet hat. Dabei sollen auch andere Kommandeure von Boko Haram umgekommen sein.



 

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