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29.04.2010

Wirtschaftsexperte: "Man soll Griechenland helfen"

Europa könne von den USA in Sachen Krisenbewältigung noch viel lernen, ist der Ökonom Stephan Schulmeister im Gespräch mit Heute überzeugt. In der Griechenlandfrage bedarf es jetzt einer unmittelbaren Reaktion und nicht eines EU-Sondergipfels in erst elf Tagen.

„Angela Merkel ist keine Ökonomin, das ist ein Problem“, hält sich Ökonom Schulmeister mit Kritik an der zögerlichen Haltung der deutschen Kanzlerin nicht zurück. Er vermisse in Europa derzeit politische Führungskraft (Leadership). „Wer Griechenland keine Chance gibt, schneidet sich ins eigene Fleisch“, ist Schulmeister überzeugt und begründet, warum: „Die EU-Staaten sind voneinander abhängig. Konsumiert Griechenland nicht mehr, bricht in Deutschland der Export ein“, nennt der Wifo-Experte nur ein Beispiel.

Wohlstand nicht durch Spekulation
„Sparen heißt Verweigerung. Das haben wir aus der Krise in den 1930er-Jahren gelernt“, fährt Schulmeister fort. Gerade in der Rezession brauche es Investition in die Umwelt oder in den Verkehr. Wohlstand werde durch Schaffung realer Werte und nicht durch Spekulation geschaffen.

Griechenland ist für Schulmeister nur das Symptom, nicht die Krankheit. „Wir brauchen in Europa ein neues wirtschaftspolitisches Grundkonzept“, ist er überzeugt – und bemüht die Geschichte: Der ehemalige US-Präsident Roosevelt bündelte mit seinem „New Deal“ Wirtschafts- und Sozialreformen, um gegen Massenarbeitslosigkeit (gleich Konsumverweigerung) anzukämpfen.

Eine Alternative zur Rettung des südeuropäischen Landes sieht Schulmeister nicht: „Fällt Griechenland, haben wir eine größere Krise als nach der Pleite von Lehman Brothers.“

Karin Strobl

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2 Kommentare von unseren Lesern

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angela (3)
30.04.2010 11:56

Griechenlandpleite
Finanzielle Hilfe solle in Zukunft unbedingt, mit Einschränkungen in den Eu Kremien verbunden werden, Stimmrechte, Kommisäre, etc. Wenn ein Staat es nicht schafft bei sich selbst für Ordnung und Recht zu sorgen, möchte ich als EU Bürger eigentlich nicht, dass deren Poliker auch noch im Rest der EU Schaden anrichten.

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karlkolt (3)
29.04.2010 12:15

Die unnötigen, überbezahlten...
Der Herr Ökonom Stephan Schulmeister hätte längst erkennen müssen, dass die USA kein Vorbild für Europa sind... dort wurde kein einziges öknomisches Problem wirklich gelöst...aber dieser widerliche Expansions- und Gleichrichter- Drang der EU-Politiker kann durch diese überhastete EU-Erweiterung nur in den Untergang führen....schon Ende 2010 wird der Euro um ein Fünftel abgewertet, die Ausgabe von NOTGELD droht..... "Konsumiert Griechenland nicht mehr, bricht der Export ein“, meint der Wifo-Experte Stephan Schulmeister.....JA IST DAS EIN GESCHÄFT FÜR UNS, WENN WIR GRIECHENLAND DEN KONSUM, DIE FAULHEIT und DIE EIGENEN UNRUHEN UND DEMONSTRATIONEN BEZAHLEN ????

Die EU gehört eben wieder auf die EWG-Staaten reduziert, und die RESTSTAATEN bestenfalls nur ANNEKTIERT, dann wird es wieder ein WIRTSCHAFTSWUNDER GEBEN....


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