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26.10.2011

EU-Gipfel gestartet

Lösung in der Schuldenkrise gesucht

Nicolas Sarkozy, Angela Merkel, Peter Necas, Borut Pahor, Fredrik Reinfeldt

Angela Merkel und ihre Kollegen suchen in Brüssel konkrete Lösungen (© Geert Vanden Wijngaert/AP images)

Auf dem Gipfel der Euro-Staaten am Mittwoch könnten wichtige Entscheidungen zur Schuldenkrise fallen. Zuerst treffen sich aber die Staats- und Regierungschefs aller EU-27-Staaten.

Der EU-Gipfel zur Rettung der Schuldenkrise startete am Mittwoch kurz nach 18.20 Uhr. Wesentlich wichtiger ist aber das Treffen der Euro-Staaten im Anschluss, was ein Hinweis auf die zunehmende Spaltung innerhalb der EU ist. Dort sollen konkretere Beschlüsse in Fragen der Höhe eines Schuldenschnitts für Griechenland, der besseren Ausnutzung des verstärkten Euro-Rettungsschirms EFSF, genannt Hebelung, sowie die Summe für die Bankenkapitalisierung fallen. Die Verhandlungen dürften bis tief in die Nacht gehen.

Faymann: Schuldenschnitt-Höhe offen
Bundeskanzler Werner Faymann betonte vor Beginn des EU-Gipfels, dass die Höhe des Schuldenschnitts für Griechenland noch offen sei. Er sei dafür, dass es zu einer freiwilligen Privatgläubigerbeteiligung kommt. Der Schuldenschnitt solle "40 bis 50 Prozent" betragen.
Schirm

Werner Faymann wünscht sich einen stabilen Rettungsschirm (© Ronald Zak)


Faymann sprach sich auch dafür aus, den "zweiten Teil des Euro-Rettungsschirms besser zu nutzen". Der EFSF sollte "so stark werden, dass er einige Monate, vielleicht einige Jahre ausreicht. Das wäre natürlich ein elementarer Fortschritt". Wenn man ständig einen Gipfel einberufen müsse, der als Hintergrund die Krise habe, schaffe das natürlich nicht ausreichend Vertrauen. "Daher sollten wir den EFSF besser ausnutzen und tragfähiger machen".

Merkel will "ein ganzes Stück" weiter kommen
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich vor dem EU- und Euro-Gipfel zuversichtlich, "auf jeden Fall ein ganzes Stück weiter zu kommen". Heute sei "sicherlich ein wichtiger Rat. Es gibt noch eine ganze Reihe von Problemen zu lösen und von Verhandlungen zu führen. Also die Arbeit ist noch nicht getan, aber ich glaube, alle reisen heute hier mit dem Ziel an, auf jeden Fall ein ganzes Stück weiter zu kommen", sagte die Kanzlerin.

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