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03.11.2011
Griechen-Krise
Was bedeutet die griechische Tragödie für uns?
Parthenon-Tempel in Athen (© John Kolesidis / Reuters)
Wird bei einer Kettenreaktion alles teurer?
"Ein Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone hätte zunächst preissenkende Effekte", erklärt Wirtschaftsforscher Franz Hahn vom WIFO. Ein Trudeln Spaniens oder Italiens als Folge würde aber die Inflation (Preisanstieg) massiv ankurbeln. Bei einer Inflationsrate von 5 Prozent haben etwa 1000 Euro nach 10 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 617 Euro.
Kommen Steuererhöhungen?
Durch das einbrechende Wirtschaftswachstum steigt die Neuverschuldung in Österreich, der Schuldenberg wächst. Radikal-Einschnitte der Regierung drohen. "Die Politik müsste verhindern, dass wir noch tiefer in die Krise rutschen", sagt Hahn. Heißt: Erhöhung der Massensteuern auf Löhne und Konsumgüter.
Ist mein Job dann noch sicher?
Nicht-Euroländer werten ihre Kurse ab. Der heimische Export bricht ein, weil Produkte im Verhältnis zu teuer werden. Hunderttausende Arbeitsplätze wären betroffen! Die massiv steigende Arbeitslosigkeit würde sich auch auf den staatlichen Schuldenberg niederschlagen.
Muss ich mir um meine Spareinlagen Sorgen machen?
"Unsere heimischen Großbanken überleben zumindest länger als andere Institute, weil sie über annähernd genügend Eigenkapital verfügen", erklärt Ökonom Hahn. "Das schlimmste vorstellbare Szenario wäre aber ein Vertrauensverlust durch die Sparer." Das Problem: Bis 100.000 Euro müssen die Banken für Einlagen garantieren. Anleger höherer Summen könnten ihr Geld abheben, wenn sie der Bank nicht mehr trauen. Die kleinen Sparer würden ihnen folgen. Lösung: Die Regierung müsste wieder eine unbeschränkte Einlagengarantie abgeben.
Wird mein Einkommen an Wert verlieren?
Auch bei den Löhnen dürfte es Einschnitte geben. Erhöhungen fallen niedriger aus, Nulllohnrunden wären möglich. Die steigende Inflation würde die Kaufkraft des Euro aber jedenfalls senken. Beispiel: Wegen der Inflation wird das Geld 3 Prozent weniger wert, der Lohn aber nur um 1,5 Prozent angehoben. Bei einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro beträgt der Verlust somit rund 450 Euro.
Müssen wir unsere Griechen- Kredite in den Wind schreiben?
Die Regierung hat bisher 1,6 Milliarden Euro nach Athen überwiesen. Im Fall einer Pleite ist das Geld weg. Gefährdet wären auch die Haftungen für den Rettungsschirm (22 Mrd.).
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1 Kommentar von unseren Lesern
vieto (32)
06.11.2011 14:24
Ein Ei nach dem Anderen
Die viel fallt der Natur gib uns doch ein Beispiel so soll doch
jedes Land seine eigene Währung habe z.b in den 80 Jahren mit der Lire hat man einfach eine 0 Koma da zu und die Welt war wieder in Ordnung.
Ja noch was auch die Reichen sollten sich Gedanken machen es gibt kein Land wo man sich verstecken kann den ich glaube es sind auch andere Währungen wie der Euro mit Inflation betroffen.
Der Daten austausch Beschluss von EU mit der USA hat das sinn Wirtschafts Daten für Spekulanten und ....
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